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Yachtcharter ab Kapverden

Yachtcharter Kapverden

Sportliche Abenteuerdestination mitten im Atlantik

Hier erleben Sie Yachtsegeln in seiner ursprünglichsten Form: Traumhafte Windbedingungen für Rauschefahrten, Nachttörns über Hochseedistanzen, einsame Ankerbuchten, Selbstversorgung. Nautischen Massentourismus gibt es hier ebenso wenig wie Yachthäfen.

Revier für passionierte Segler und Entdecker

Die Kapverden sind ein recht anspruchsvolles Hochseerevier. Beständiger Passatwind, Atlantikdünung und lange Distanzen setzen einige Erfahrung und Gewissenhaftigkeit bei der Törnplanung voraus. Belohnt wir dies mit einem ursprünglichen Revier und authentischen Erlebnissen.

Ihr Segeltörn in den Kapverden

Die 15 Inseln der Kapverden liegen etwa 800 Seemeilen südlich der Kanaren und etwa 250 Seemeilen westlich des Senegal. Das Revier dehnt sich in Nord – Süd Richtung etwa 150 Seemeilen weit aus und in Ost – West Richtung etwa über 170 Seemeilen. Die Kapverden liegen im Bereich des Nordost Passatwindes, der Segler mit Wind um die 5 Bft. versorgt. Zwischen den Inseln stellt sich in der Regel ein Düseneffekt ein, der die Windgeschwindigkeiten noch deutlich ansteigen lassen kann. Bareboat Skipper sollten in diesem Revier eine 49 Fuß Yacht beherrschen können – auch bei kräftigerem Wind.

Für Ihren Törn in dem Revier bietet es sich an, zunächst zum „eingewöhnen“ den Inseln rund um São Vicente einen Besuch abzustatten. So liegt Santo Antão mit seinen Ankerplätzen in Porto Novo oder Tarrafal nur wenige Seemeilen von Mindelo entfernt. Auf der Insel lassen sich mit dem Alguer (einem Sammeltaxi) schöne Landausflüge nach Ribiera Grande unternehmen. Ein weiterer Stopp ist auf der ca. 25 Seemeilen entfernten Insel Santa Luzia möglich. Ankern Sie vor dem riesigen Strand im Süden. Die wüstenhafte Insel ist unbewohnt. Mit etwas Glück sehen Sie hier in der Gegend Wale.
Wenn Sie sich nun ein wenig mit dem Seegebiet angefreundet haben, unternehmen Sie vielleicht die Nachtfahrt zu den 110 bis 120 Seemeilen entfernten Brava oder Fogo. Auf Brava scheint die Zeit stillzustehen. Genießen Sie die Ruhe der Insel bei einem Spaziergang. Weiter lohnt sich auf der nur 10 Seemeilen entfernten Insel Fogo ein Ausflug mit dem Alguer auf den Pico de Fogo. Die 4 Kilometer breite Caldera bietet einen unglaublichen Eindruck vom Innenleben und den Urgewalten eins Vulkans. Bitte lassen sie während dieses Ausflugs eine Ankerwache an Bord, da mitunter Schwell in den Inselhafen Cavaleiros steht. Am Folgetag segeln Sie weiter nach Santiago. Ankern können Sie in der Ciudade Velha (hier gibt es die Ruinen einer alten Kapelle aus dem 15 Jahrhundert zu sehen) oder in Tarrafal im Norden. Die Inselhauptstadt Praia sollten Sie mit Ihrer Yacht vorsichtshalber nicht anlaufen.
Wenn Sie möchten, statten Sie doch noch der 63 Seemeilen entfernten Dünen- und Wüsteninsel Boa Vista einen Besuch ab, oder fahren Sie direkt wieder in den nördlichen Teil des Archipels, in das ca. 85 Seemeilen entfernte Tarrafal de São Nicolau. In dem gut geschützten Hafen können Sie übernachten und am Folgetag einen Landgang in das Städtchen Tarrafal de São Nicolau oder eine Inselrundfahrt mit dem Alguer unternehmen. Von hier aus sind es noch einmal ca. 47 Seemeilen zurück nach Mindelo, Ihrer Ausgangsbasis. Verkürzen können Sie die Strecke durch einen Stopp an der bereits erwähnten, unbewohnten Insel Santa Luzia.

Katamaran vor traumhaften Strand
Karte
Länderinfos
Yachtcharter-Stützpunkte

Mindelo auf São Vicente

Qualifikationsnachweis

Für das Führen einer Segelyacht auf den Kapverden benötigen Sie einen Segelschein (SBF See) sowie einen Erfahrungsnachweis des Skippers. Mit Ihrem Chartervertrag senden wir Ihnen einen entsprechenden Fragebogen zu, in dem Sie Ihre Segelerfahrungen dokumentieren.

Anreiseinfos

Die TACV (Cabo Verde Airlines) stellt den Liniendienst zwischen den Inseln sicher. Allerdings werden die Flughäfen „auf Sicht“ angeflogen, was bedeutet, dass Flüge bei schlechten Wetter- und Sichtbedingungen verschoben oder gestrichen werden können.

Einreiseinfos

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise einen gültigen Reisepass. Weiter ist ein Visum zur Einreise nach Kapverde erforderlich. Die Kosten betragen 45 Euro (Stand April 2016). Sie können das Visum, das für max. 90 Tage ausgestellt wird, bei der Botschaft von Cabo Verde in Berlin beantragen. Die Adresse lautet: Botschaft der Republik Cabo Verde, Stavanger Str. 16, 10439 Berlin, Tel: 030-20450955, www.embassy-capeverde.de.

Allgemeines

Der Archipel war unbewohnt, als ihn Seefahrer im Auftrag des portugiesischen Prinzen Heinrich 1456 entdeckten. Bald wurden die Inseln wegen ihrer geostrategischen Position, an der schmalsten Stelle des Atlantiks zwischen Afrika und Amerika, zum Handelszentrum für Portugal.

Sklaven aus Südwestafrika wurden hier an Plantagenbesitzer in Brasilien verschachert. Portugal finanzierte damit einen Teil seiner kolonialen Expansion. Im Laufe der Zeit vermischten sich auf den Kapverden die Sklaven mit Siedlern aus Portugal, mit Korsaren und Piraten aus Frankreich, England, Holland. Aus den durchmischten Kulturen entwickelte sich eine neue, kreolische Kultur.

In der Zeit der Dampfschifffahrt erlebten die Kapverden als Knotenpunkt der transkontinentalen Schifffahrt einen Höhepunkt. Die Briten bauten am Hafen der Stadt Mindelo Steinkohledepots, die Portugiesen kassierten Zollabgaben, die Einheimischen lieferten Nahrungsmittel für die Dampfer. Mit den Dieselschiffen kam das Ende für das Wirtschaftswunder in Mindelo.

Ihre Unabhängigkeit von der portugiesischen Kolonialherrschaft erklärten die Kapverden im Jahr 1975. Von diesem Jahr an bis 1990 herrschte auf den Kapverden eine linksgerichtete Einparteien-Diktatur. Die ersten demokratischen freien Wahlen fanden 1991 statt.

Die Kapverden bilden den westlichen Teil der Sahelzone. Bis auf wenige Tage im Jahr regnet es nicht. Die Menschen, die hauptsächlich von der Landwirtschaft leben, sehen sich gezwungen, auszuwandern. Heute leben zwei Mal so viel Kapverdianer im Ausland wie auf allen Inseln des Archipels.

Sprache: Portugiesisch, Kapverdisches Kreol,

Währung: Kap-Verde-Escudo

Segelbedingungen
Klima

Die Kapverden verfügen über ein mildes subtropisches Klima. Die Sonne scheint an 350 Tagen im Jahr. Die Temperaturen liegen zwischen 21°C und 29°C und die geringe Luftfeuchte erreicht 40 bis 60 Prozent.

Es lassen sich zwei Jahreszeiten unterscheiden: Die „Regenzeit“, die Tempo das chuvas ist von August bis September. Da die Kapverden den westlichen Rand der Sahelzone bilden, regnet es in dieser Zeit gelegentlich – und wenn dann kräftig. Selten werden in der Regenzeit mehr als zwei bis drei Regentage im Monat gezählt. Den Rest des Jahres beherrscht die „Zeit des Windes“, die Tempo das Brisas von Oktober bis Juli.

Die Monate Januar und Februar sind mit einer mittleren Temperatur von 21°C am frischesten. Der September erreicht Temperaturen von bis zu 36°C, liegt jedoch im Durchschnitt bei 27°C. Nachts kühlt es um bis zu 5°C merklich ab.

Windbedingungen

Der Passatwind versorgt die Region zu 85% mit Wind der Stärke 3-5 Bft. aus Nordost. Kap- und Düseneffekte verstärken die Windgeschwindigkeit an und zwischen den Inseln. Flauten sind selten. Ernsthafte Stürme kommen praktisch nicht vor.

Im Winter, zwischen November und März weht der Wind am stärksten. Mitunter bis zu 9 Bft. Ebenfalls während der Wintermonate kommt es gelegentlich zum Harmattan. Dabei handelt es sich um einen trockenen Wind der aus der östlich liegenden Sahara herüberweht. Der Wüstenwind führt Sand mit sich und kann die Sicht erheblich einschränken.

Im Sommer geht es mit dem Wind auf den Kapverden etwas ruhiger zu. Auch gelten die Kapverden als hurricanfrei. Die tropischen Wirbelstürme bilden sich südöstlich der Inselgruppe.

Strömungen und Tide

Der Kanarenstrom setzt innerhalb des gesamten Revieres mit einem halben Knoten in nach Westsüdwest.

Der Tidenhub beträgt etwa 70 Zentimeter. Der Flutstrom setzt nordostwärts, der Ebbstrom in die entgegengesetzte Richtung nach Südwest. Wie auch der Wind verstärkt sich der Tidenstrom zwischen den Inseln. Am stärksten setzt die Tidenströmung rund um São Vicente: Im Kanal von São Vicente, zwischen São Vicente und Santo Antão sowie im Kanal von Santa Luzia, zwischen Santa Luzia und São Vicente. Bis zu 3 Knoten erreicht der Tidenstrom in diesen Bereichen.

Nautische Besonderheiten und Hinweise

Der lange Fetch von der afrikanischen Festlandsküste zu den Kapverden bringt eine erhabene Atlantikdünung zu der Inselgruppe. Unter Starkwindbedingungen kann sich hier eine erhebliche See aufbauen.

Die Kompassmissweisung beträgt 13° West. Nautische Seezeichen sind vorhanden, jedoch nicht unbedingt verlässlich.

Marinas existieren außer in Mindelo nirgends auf den Kapverden. Die Nächte verbringt man am Anker in den (mehr oder weniger) geschützten Ankerbuchten.

Wegen der mitunter schwierigen Ankergründe und möglicherweise veränderlichen Wind- und Wetterbedingungen sollten Sie in Tarrafal und Porto Novo (Santo Antão) sowie auf Fogo eine Ankerwache an Bord zurück lassen, die mit der Yacht auch dann klarkommt, wenn sich die Verhältnisse ändern.

Lassen Sie die Yacht in Mindelho, Fogo und Praia nicht unbewacht. Beim Landgang achten Sie auf Ihre Taschen und Wertsachen und verzichten Sie möglichst auf das Tragen von Luxusgütern wie auffälligem Schmuck oder teuren Kameras.

Sehenswürdigkeiten
Natur

Sicher werden Sie die Kapverden in erster Linie wegen der hervorragenden Segel- und Winbedingungen besuchen. Darüber hinaus werden Sie mit ein wenig Glück Wale und Delfine zu sehen bekommen und die großartige, geologisch beeindruckende Naturlandschaft des Archipels bewundern.

Musik

Eine Besonderheit der Kapverdischen Inseln ist die Musikalität des Landes. Die allgegenwärtige und von den Einheimischen sehr gepflegte musikalische Kultur findet ihren Ausdruck in den Stilen Morna, Cladeira oder Funana. Dabei handelt es sich um Mischungen portugiesischer und afrikanischer Musikrichtungen.

Yachtcharter Kapverden: Authentisches Revier im Atlantik
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Kap Verden

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