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Segelyacht in Hafenausfahrt. Segeln und Yachtcharter Holland.

Yachtcharter Holland

Uriges Revier mit guten Segelbedingungen

Das IJsselmmeer bietet dem Segler relativ kurze Distanzen und meist guten Segelwind, der von der Nordsee her weht. Dazu Navigation auf Sicht und eher geringe Welle. Urtümliche friesische Hafenstädtchen umranden das Binnenmeer. Und wer es etwas sportlicher mag, der segelt von Lemmer hinaus zu den friesischen Inseln.

Leicht erreichbar, kurze Schläge, schön zum Segeln

Das Revier in den Niederlanden liegt nur etwa 2 1/2 Autostunden von Düsseldorf und 3 1/2 Stunden von Hamburg entfernt. Damit lohnt sich der Abstecher zum Segeln nach Holland auch für ein Wochenende. Durch die vielen kleinen Häfen, die lediglich einige Meilen entfernt sind, gibt es auch bei kürzeren Törns viel zu sehen.

Ihr Segeltörn in Holland, Yachtcharter auf dem IJsselmeer und auf der Nordsee

Ein Segelrevier mit großer Schifffahrtstradition

Seit vielen Jahrhunderten hat die Seefahrt eine besondere Bedeutung für die Niederländer. Das erlebt man vor allem, wenn einem auf dem IJsselmeer die Plattbodenschiffe mit ihren braunen Segeln entgegenkommen. Auf See strahlen sie Ruhe und Majestät aus - im Hafen quirliges Leben. Heute transportieren diese Segler keine Fracht mehr, sondern werden von Jugendlichen zum Spaß an der Freude gesegelt. Klar, dass in den Häfen dann kräftig gefeiert wird. Nicht zuletzt deshalb bekommt die "braune Flotte" in den Häfen eine eigene Pier reserviert.

Die niederländischen Hafenstädte tragen weltberühmte Namen. Hoorn, das heute am eingedeichten Markermeer liegt, gab dem gefürchteten Kap der Stürme seinen Namen. Haarlem ist nicht nur ein Stadtteil von New York, sondern von holländischen Einwanderern aus genau dieser Stadt dort gegründet worden. In Medemblik hat die Jongert-Werft ihren Sitz, von wo sie ihre viel bewunderten Luxusyachten ausliefert.

Auf den Nordseeinseln laden kilometerlange Strände zum Baden oder auch nur zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Frische Scholle erfreut den Gaumen und die Luft schmeckt nach Salz. Und manchmal führen die Törns sogar nach Amsterdam, der quirligen Metropole der Niederlande.

Der Ausgangshafen eines jeden Segeltörns ist Lemmer am IJsselmeer. Von dort aus stehen als erstes Törnziel die Häfen von Enkhuizen, Medemblik oder Stavoren zur Auswahl.

Die Distanzen auf dem IJsselmeer verlangen alles andere als Gewalttörns von Seglern. Der Abstand von Küste zu Küste beträgt im Schnitt gerade zehn Seemeilen. Die längste Strecke, rund 30 Meilen, liegt zwischen Kornwerderzand, der Schleuse zum Watt im Nordosten, und Lelystad am östlichen Durchlass des Houtribdeiches, der das Revier in zwei Teile splittet. Das ist so ziemlich das längste Bein, das Crews auf dem IJsselmeer segeln können. Sechs Stunden bei passablem Wind.

Die gesamte Uferlinie bringt es auf stattliche 350 Kilometer. Gespickt mit Hafenstädten wie Perlen an der Schnur. Viele davon mit historischen Zentren und sommerlichem Trubel. Gleich daneben das moderne Holland. Städte vom Reißbrett, vor allem in der Provinz Flevoland. Künstlich und dennoch oft auch kunstvoll. Und schließlich: Wer will, kann als Kontrast einen Abstecher in die wildere Waddenzee - das Wattenmeer - machen. Oder aber einen Ausflug in die beschaulichen Randmeere unternehmen, in die Seen und Kanäle rings um Flevoland.

Kalkuliert man eine Woche für das IJsselmeer und will möglichst viel sehen, muss man mit Hafentagen knauserig sein. Allzu spät sollten die Leinen morgens nicht losgemacht werden, zumindest nicht in den Sommermonaten zu Schulferienzeiten. Sonst endet die Etappe abends nicht selten in einem dicken Päckchen in einer überfüllten Marina. Wer früh ankommt, hat außerdem noch den Rest des Nachmittags zum Landgang.

Das Städtchen Lemmer liegt im nördlichen Teil des IJsselmeeres am Ostufer. Von dort führt der erste Schlag gen Süden, nach Lelystad, mit einem Zwischenstopp in Urk, dem eigenwilligen Fischer-Städtchen. Urk ist die letzte Hafenstadt am IJsselmeer, die überwiegend noch vom Fischfang lebt. Das Städtchen bietet sich an für eine Zeitreise in die Vergangenheit, als das IJsselmeer noch die Zuiderzee war und direkten Zugang zur Nordsee hatte.

Das Gegenstück zu Urk bietet nach einem kurzen Schlag Richtung Südsüdwest Lelystad. Erst 1965 ist der Ort im Zuge der Einpolderung Flevolands entstanden. Seither befindet er sich in einem ungebremsten Wachstumsprozess. Das Uferpanorama ändert sich ständig. Auf dem früher kahlen Deich wächst im Südwesten zum Beispiel gerade eine spitzgieblige Häuserkette. Ebenfalls noch im Werden ist ein Golf-Resort. Bereits im Vorjahr hat das riesige Outlet-Center Batavia Stad seine Pforten geöffnet.
Liegemöglichkeiten gibt es in Hülle und Fülle. Von Norden kommend stößt man zuerst auf die hochmoderne Flevo Marina. Weiter binnen folgt der Houtribhaven samt dem Deko Marine Center. Jenseits der Schleuse dann brandneu der Batavia-Hafen mit seinem modernen Betonbecken. Das ist der "Braunen Flotte", den historischen Charterschiffen, vorbehalten. Zum Wasser hin abgeschlossen wird der Hafen von einer gewaltigen grauen Bogenbrücke. Sie erinnert irgendwie an eine Militäranlage. Vielleicht ist der Eindruck als Trutzburg erwünscht, liegt doch gleich dahinter der kriegerische, 56 Meter lange kanonenbestückte Nachbau des Ostindienseglers "Batavia", das Highlight der Stadt. Die Batavia-Werft kann jedermann besichtigen. Dort werkeln Bootsbauer, Langzeitarbeitslose und gestrauchelte Jugendliche momentan an dem historischen Nachbau eines weiteren Schiffes, der "Zeven Provincien".

Von Lelystad Haven aus sind es nur ein paar Schritte zum jetzt schon historischen Flevodorf. In den langen, einfachen Arbeiterhäusern waren die Pioniere der Landgewinnung untergebracht, als Lelystad nichts weiter war als ein Entwurf auf Papier. Dokumentiert ist das alles im Poldermuseum Nieuw Land. Mindestens ebenso sehenswert ist das nationale Institut für Schiffsarchäologie. Beim Trockenlegen der Polder stießen die Arbeiter auf zahllose, oft bestens erhaltene Wracks im Schlick der Zuiderzee. Viele der Funde lässt man für alle Zeit dort ruhen, nur wichtige Stücke werden restauriert.

Von Lelystad geht es weiter nach Südwesten hinab ins IJmeer, die große Bucht vor Amsterdam. Backbord zieht sich Meile um Meile der Deich von Flevoland, der die riesige künstliche Insel vor dem Ertrinken bewahrt. Einzig beim Pumpwerk Blocq van Kuffeler unterbricht die Linie, schafft einen Durchlass für einen kleinen Kanal ins Binnenland. Vor der dortigen Schleuse ist eine kleine Marina: ein wahrlich idyllischer und kaum frequentierter Unterschlupf. Am Ende einer Tagesetappe dann die Qual der Wahl: Wo einlaufen, in Muiden oder Muiderzand?

Lange Zeit war Muiden mit seinen schönen Häuserzeilen und dem Wasserschloss im südlichen IJsselmeer fast konkurrenzlos. Bis in Muiderzand vor wenigen Jahren eine moderne Marina in die Südwestecke des Flevopolders gesetzt wurde. Ein Hafen mit 1000 Liegeplätzen und komplettem Service rund ums Schiff.

An dieser Stelle des IJsselmeer-Törns bietet sich ein Exkurs in die Randmeere an. Besonders, falls es einen in Muiden oder Muiderzand einzuwehen droht. Wird das Markermeer unter einem steifen Südwest allzu bockig, sind die schmalen Seen östlich der Hollandse Brug noch angenehm zu besegeln. Lediglich das Kreuzen im engen Gooimeer sollte man besser den Lokalmatadoren überlassen. Hier wird's an den Seiten flach.

Die Orte am Festlandufer, ausgenommen die barocke Festung Naarden, waren sämtlich Fischerdörfer. Alle verfügen über ordentliche Yachthäfen. Wie beispielsweise das idyllische Spakenburg. Hier hatte vor hundert Jahren eine riesige Flotte von Zuiderzee-Bottern ihre Heimat. Diese Traditionsschiffe für den Heringsfang mit ihrem bulligen Bug und flachen Heck bestimmen immer noch das Bild am Alten Hafen mitten im Dorf. Etwas Glück und ein paar Worte mit dem Hafenmeister, dann findet man dort einen Liegeplatz. Mit Roode Loods hat sich in Spakenburg eine Holzwerft über die Zeiten gerettet, die bis heute gut zu tun hat.

Zeigt sich das IJsselmeer gar tagelang von seiner schlechten Seite, können die Randmeere den Familientörn durchaus retten. Interessant sind Ausflüge nach Almere oder nach Zeewolde. Beides sind wie Lelystad junge Kommunen, am Reißbrett erdacht. Zeewolde wird von Architekturkritikern hoch gelobt. Hier setzt man auf die Moderne, besonders die bildende Kunst. Berühmt ist die Landschaftskunstroute des Ortes. Sieben Kilometer Weg, gesäumt von teils weltbekannten Installationen. Kunst in einer künstlich geschaffenen Natur, wirklich sehenswert.

Gleich gegenüber begeistert die große Delfin-Show in Harderwijk Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Nebenbei zeigt sich der Ort trotz aller Touristenmassen in seinem alten Kern rund um den Fischmarkt noch typisch niederländisch.
Nach Norden ginge es weiter durch die Randmeere bis ins Ketelmeer und zurück ins nördliche IJsselmeer. Wer sich länger im südlichen Teil aufhalten will, kehrt um - und macht vielleicht als Nächstes in Durgerdam am Ostufer fest. Eigentlich bloß eine Reihe bunter Häuschen auf dem Deich, der den Bewohnern des angrenzenden Landes einst nach einer verheerenden Überschwemmung als Bauplatz diente. Die Zufahrt hat man für größere Yachten vertieft. Mit über zehn Meter Länge ist man aber im engen Hafenschlauch fehl am Platz. Sofern einen nächtliche Froschkonzerte nicht stören, trifft in Durgerdam das Prädikat Ruhe und Abgeschiedenheit zu. Wer will, fährt mit dem Bus ins nahe Amsterdam oder per Rad in Hollands Waterland, ein Naturschutzgebiet. Die große Flut von 1421 hat hier eine eigentümliche Landschaft hinterlassen. Das Grundwasser reicht bis an die Graswurzeln, sammelt sich in zahllosen Gräben und Tümpeln.

Sucht man vom IJsselmeer den Absprung auf raumes Wasser, müsste der Schlag nach Norden führen, zu den Häfen der Halbinsel Holland. Vielleicht aber lässt man das "Weiße Pferd von Marken", den Leuchtturm der ehemaligen Insel Marken, an Backbord liegen. Verzichtet des Weiteren auf den etwas ranzigen Charme Volendams. Hakt auch das ebenso feine wie überlaufene Renaissance-Städtchen Hoorn ab und läuft gleich die gut zwanzig Meilen bis nach Enkhuizen. Dort am Houtribdeich, dem Übergang vom Markermeer zum IJsselmeer, erwartet Segler die notorisch überlastete Schleuse. Doch Besserung ist in Sicht. An einer neuen Kombination von Schleusen, Straßentunneln und Schiffsbrücken wird bereits heftig gearbeitet. Sie soll das Nadelöhr schon bald ersetzen.

Wer dem Rummel in Enkhuizen und Hoorn entgehen will, sollte von der Provinz Holland in die Provinz Friesland auf die Ostseite des IJsselmeeres wechseln. Mit Hindeloopen, Workum und Makkum nahe des Abschlussdeiches bieten sich Tagesziele genug. Drängt die Rückgabe der Yacht, sollte die Entscheidung zugunsten Stavorens fallen. Vieles hat sich dort verändert: Die eher unscheinbare Einfahrt zum Oude Haven wird neuerdings von vier gewaltigen Strandvillen markiert. Sie werden als Landmarken vermutlich bald in die Handbücher eingehen. An der Südseite des alten Hafens wurde zudem eine rote Häuserzeile aus dem Boden gestampft. Die Liegeplätze sind mit neuen Versorgungseinrichtungen aufgewertet worden.

Stavorens Marina als ehedem spartanischer Fischereihafen ist unverkennbar auf dem Weg in die Moderne. Dem würde auch das einst karge, auf Brandruinen errichtete Dorf gern folgen. Die Smitstraat, beliebte Flanierstraße, samt ihrer Klüngelslädchen mutiert mehr und mehr zur noblen Restaurantmeile für die Yacht-Touristen. Dazwischen hält sich eisern das Oranjehuis, eine der schönsten Fundgruben für besondere nautische Antiquitäten am IJsselmeer.

Wahrscheinlich ist die Woche um, wenn Stavoren erreicht ist. Doch vielleicht hatte die Crew ja Lust auf Meilenfressen und ein oder zwei Tage sind noch übrig vom Urlaubsbudget. Zeit genug für einen kleinen Trip ins Wattenmeer. Raus auf die freie Nordsee: Stromnavigation, ordentlicher Seegang, aber auch die endlosen Strände der Nordseeinseln mit ihren alten Fischerhäfen warten.

Ist die Zeit tatsächlich knapp, empfiehlt sich Texel als nahes Ziel. Nur neun Meilen Luftlinie von Den Oevers Schleuse an der Westseite des Abschlussdeiches entfernt liegt Oudeschild. Trotz des Schlenkers nach Westen, den das Wattfahrwasser erzwingt, ist die Strecke in drei Stunden zu machen. Der Inselhafen liegt am grünen festlandseitigen Rand. Bis zum atemberaubenden Strand sind es ein paar Kilometer. Doch das ist kein Problem. Die fiets, Fahrräder, besorgt der nette Meister des neuen Gästehafens. Und wer weiß: Vielleicht macht so ein kurzer Abstecher ins Watt ja Lust auf den nächsten Holland-Törn.

Segelyacht vor holländischer Küste. Yachtcharter und Segeln Niederlande und IJsselmeer.
Karte
Länderinfos
Yachtcharter-Stützpunkte

Lemmer

Qualifikationsnachweis

Für das Führen einer Segelyacht benötigen Sie mindestens den Sportbootführerschein See. In Gebiet der Deutschen Nordseeküste muss der Skipper zusätzlich auch ein UKW-Sprechfunkzeugnis vorweisen.

Anreiseinfos

Mit dem Pkw über die niederländische Autobahn A6. Kostenfreie Parkplätze stehen im Gebiet der Marina in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Einreiseinfos

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise einen gültigen Personalausweis

Allgemeines

Der offizielle Name des Landes ist „Nederland“, also Niederlande. Die häufig verwendete Bezeichnung „Holland“ gilt eigentlich nur für die ehemalige Provinz Holland im Nordwesten der Niederlande. Kein Wunder, dass Niederländer, die nicht aus der Region Holland stammen, mit der Bezeichnung Holländer nicht einverstanden sind.

In dem Benelux-Land leben ca. 400 Einwohner pro Quadratkilometer Landfläche. Damit gehören die Niederlande zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Im Vergleich dazu: In Deutschland leben 231 Menschen auf einem Quadratkilometer Fläche).

Die Niederlande sind eine parlamentarische Monarchie. Offizielles Staatsoberhaupt ist daher der König. Seit dem 30. April 2013 hat dieses Amt König Willem-Alexander inne. Er ernennt den Ministerpräsidenten und die Minister.

Die höchste landschaftliche Erhebung der Niederlande sind übrigens nicht etwa die Deiche, sondern der 877 Meter hohe Mount Scenery auf der zu den Niederlanden gehörenden Insel Saba in der Karibik.

Segelbedingungen
Klima

Gemäßigtes Klima der mittleren Breiten. Wind aus häufig westlichen Richtungen bringt feuchte Luftmassen vom Atlantik heran, die zu Niederschlägen führt. Der maritime Einfluss sorgt für angenehme Sommertemperaturen und milde Winter. Bilden sich im Sommer Hochdruckgebiete, die die Strömung der Tiefdruckgebiete aus dem Westen blockieren, können die Sommer auch heiß und trocken werden.

Windbedingungen

Der Wind weht überwiegend aus Südwest bis West bei häufigen, plötzlichen Wetteränderungen. Meteorologische Kenntnisse können bei der Törnplanung gute Dienste leisten.

Wassertiefen und Tide

Das IJsselmeer ist ein flaches, jedoch gezeitenloses Gewässer. Einige Untiefen vor den Hafeneinfahrten erfordern aber eine gewisse Aufmerksamkeit bei der Navigation.

Wer weiter hinaussegeln möchte, der schleust in Konrwerderzand durch den Abschlussdeich ins Wattenmeer und in die Nordsee. Hier bestimmt der Wechsel der Gezeiten den Fahrplan. Starke Tiedenströme erfordern gute Seemannschaft und Konzentration. Auf gut betonnten Fahrwassern gelangen Sie in die malerischen Häfen von Terschelling, Vlieland oder Texel. Danach verlassen Sie den Schutz der vorgelagerten Inselkette und des Wattenmeeres und gelangen in die offene Nordsee

Das Befahren der Nordsee sowie auch der Wattfahrwasser zwischen dem Festland und den Westfriesischen Inseln hingegen setzt solide Kenntnisse und Erfahrungen mit Tidengewässern voraus.

Gezeitentabellen für das Wattenmeer sind an Bord. Wenn Sie diese vorab haben möchten, finden Sie sie u.a. auf der Internetseite www.getij.nl

Sehenswürdigkeiten
Enkhuizen

In Enkhuizen hatte die mächtige "Ostindische Compagnie" ihren Sitz, die ihre Kauffahrteischiffe um die halbe Welt schickte; eine gut erhaltene Altstadt zeugt von der Jahrhunderte alten kaufmännischen Tradition. In den Restaurants am Hafen gibt es "Scholle satt", der örtliche Rekord beim unbegrenzten Schollenessen lag im letzten Jahr übrigens bei dreiundzwanzig Schollen. Die Fischereiflotte von einmal über 400 Schiffen ist heute jedoch erheblich zusammengeschrumpft.
Nicht ohne Grund lieben viele den baumumstandenen alten Fischerkolk samt seinem Kneipensaum am Rande der Enkhuizener Altstadt. Nur ein paar Schritte, und man landet in der quirligen Fußgängerzone, wo noch bei verhangenstem Himmel die Terrassen der Straßencafés gut besucht sind. Immer mal wieder kommt beim Bummel durchs Hafenviertel die hölzerne Kettenbrücke und der dicke Drommedaris ins Bild. Zur goldenen Zeit des Ortes war der runde Wehrturm, der heute ein angesagtes Jazzlokal beherbergt, Teil der Stadtmauer. Das war während der Blüte der Vereinigten Oostindischen Compagnie (VOC). Sie bescherte den Niederlanden Wohlstand. Gegründet wurde die Gesellschaft vor genau 400 Jahren. Ganz Holland feiert daher in diesem Jahr das Jubiläum der Kauffahrtei, besonders die historischen VOC-Häfen wie Enkhuizen. Hier wie in Hoorn muss man auf Festivitäten aller Art gefasst sein: Regatten, Stadtführungen, Märkte oder Shantychöre stehen auf dem Programm. Zudem kommt der australische Nachbau des VOC-Seglers "Duyfken" auf Stippvisite in die Häfen.

Medemblik

Medemblik ist beliebter Austragungsort von Regatten. Die "24 Stunden Regatta von Medemblik" ist eine der größten Regatten Hollands und besteht einfach nur aus einem Rundkurs, der in vierundzwanzig Stunden so oft wie möglich abgesegelt werden muss. Der Hafen wird genau wie in Enkhuizen von alten Giebelhäusern gesäumt und ist sehr stimmungsvoll.

Harlingen

In der Waddenzee erwarten Sie die Häfen von Harlingen, Texel, Ost-Vlieland und Terschelling. Der große Seehafen Harlingen liegt am "Festland.“ Segelyachten machen direkt in der Stadt fest und die Ruhe im Kanal lässt kaum glauben, dass nur 500 Meter weiter der große Handelshafen brummt und surrt. Der „Norderhafen“ ist von alten Handelshäusern gesäumt und seine Nebengassen bieten einige interessante Restaurants und Cafes.

Terschelling

Terschelling ist durch seinen hohen Leuchtturm - dem „Brandaris“ -schon von weitem zu erkennen, der Hafen liegt in unmittelbarer Nähe des Hauptortes, der zu einem Stadtbummel einlädt. Im Sommer finden vor dem Strandpavillon „zum Walfisch“ Konzerte und Theateraufführungen statt.

Vlieland

Vom Vlieländer Hafen kommt man direkt an den Strand; zum Ort sind es etwa zehn Minuten zu Fuß. Auf dem Weg dorthin kann man sehr schön die im Watt trocken fallenden Plattbodenschiffe bewundern. Das Leben auf Vlieland ist bedeutend ruhiger als auf Terschelling.

Texel

Oudeschild auf Texel ist ein großer Fischereihafen und erinnert daran, dass auch heute viele Niederländer nicht nur mit, sondern auch vom Meer leben. Der Ort Oudeschild ist nicht sehr interessant, die einzige Attraktion des Hafens ist ein Schifffahrtsmuseum, und das nächtliche Auslaufen der Fischfangflotte. Dann stehen, meistens Sonntagabend, alle Dorfbewohner zu später Stunde am Kai und verabschieden die ausfahrenden Fischer, deren Steuerleute die 50m langen Stahlschiffe mit bewundernswerter Geschicklichkeit durch die schmale Hafenausfahrt manövrieren.

Urk

Urk ist die letzte Hafenstadt am IJsselmeer, die überwiegend noch vom Fischfang lebt. Die Flotte bekommen Freizeitsegler jedoch nur selten zu Gesicht. Die meiste Zeit des Jahres ist sie auf der Nordsee und dem Nordatlantik unterwegs.

Auf dem Weg nach Urk ist bei diesigem Wetter zuallererst ein Turm mit roter Kappe Vorbote der Stadt. Seit 150 Jahren weist er Schiffen den Weg. Er scheint auf einer Klippe zu stehen. Beim Näherkommen ist dann nach und nach ein dichtes Gewirr von Ziegeldächern zu erkennen, das ihn umgibt. Davor ein hoher grüner Deich, der aus der Perspektive des Seglers aus dem Wasser emporzusteigen scheint. Vorsicht: Trotz aller Warnungen rammen Skipper nicht selten den Voormt, eine berüchtigte Untiefe genau westlich des Hafens.

Einmal von Bord, lohnt der Spaziergang durch die verwinkelten Gassen. Das Städtchen bietet sich an für eine Zeitreise in die Vergangenheit, als das IJsselmeer noch die Zuiderzee war und direkten Zugang zur Nordsee hatte. Und als Urk noch eine Insel war. Oben auf dem Platz neben dem Turm teilt sich der Besucher die Sicht auf weites Wasser mit der steinernen Statue einer Fischerfrau. "Velen in zee gebleven hier staan ze ingeschreven", steht da eingemeißelt. Erinnerung an eine Zeit, als Urk noch vollständig vom Fischfang lebte und den üblichen Zoll an Menschenleben dafür zahlen musste. Erst vor gut sechzig Jahren wurde die Insel im Zuge des Polderbaus vom Festland eingeholt. Einige Zeit zuvor hatte der Abschlussdeich, der aus der Zuiderzee einen riesigen Binnensee machte, den Urkern ihre einstigen Fanggründe genommen.

Trotz aller Zugeständnisse an den Tourismus ist Urk ein Arbeitshafen geblieben. Davon zeugen der alles überragende Kran der Metz-Werft und die Männer der IJsselmeerfischerei, die hier nach getanem Tagwerk ihre Stellnetze zupfen oder in Maschinenräumen arbeiten.

Die ehemals kargen Yachtliegeplätze mitsamt der üppigen Kneipenfront gegenüber sind mittlerweile mit modernen Versorgungsanschlüssen gespickt, die Sanitärräume erneuert. Scheut man den Trubel nicht, kann man sich an der Oosterkade einen freien Fleck suchen. Am Nieuwe Haven erhebt sich neuerdings der klotzige Backsteinbau von Het Achterhuis, wo die Urker ihre Fänge versteigern. Darüber ein Terrassen-Restaurant mit einmaliger Aussicht und Seafood jeder Art. Ein friedliches Bild, welches aber nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass Urk am Wochenende turbulent sein kann: Die Hälfte der Einwohner ist jünger als 25 Jahre und haut mit hohem Alkoholpegel oft kräftig auf den Putz.

Muiden

Muiden - der Name meint Münden - liegt am Auslauf der Vecht. Schöne Häuserzeilen schmücken die Ufer, dazu das Wasserschloss des Grafen Floris. Der Festung verdankt der Ort viel von seiner Popularität. Genau wie die Grote Zeesluis, die große Meerschleuse. Das sommerliche Bootsgeschiebe vor und zwischen den Schleusentoren sowie das zugehörige Brückengebimmel lassen sich am besten von einem der begehrten Terrassenplätze bei "Ome Ko" oder beim "Floris" beobachten. Sluisje kijken, Schleuse gucken, nennen die Einheimischen das Sonntagnachmittägliche Vergnügen.

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