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Blick auf die Bucht von Kotor. Segeln und Yachtcharter in Montenegro.

Yachtcharter Montenegro - die Perle der Adria

Familiensegeln in der geschützen Bucht von Kotor

Die Bucht von Kotor bietet sich förmlich für das Segeln mit der Familie an. Sie gilt als eine der größten Buchten Europas und ist ein ausgesprochenes Leichtwindrevier mit flachen Sandstränden, in dem Sie und Ihre Kinder sich wohlfühlen können.

Entdecken Sie den Charme dieser Küste

Montenegro lockt mit seiner atemberaubenden Steilküste, Sandstränden mit klarem Wasser, viel Sonne und angenehmen Luft- und Wassertemperaturen. Bewundern Sie die Landschaft und entdecken Sie seine ursprünglichen Hafenstädte und historischen Orte.

Ihr Segeltörn in Montenegro

Sie haben die Möglichkeit, Ihren Chartertörn entweder von der Marina in Kotor oder der Marina Dukley in Budva aus zu starten. Hier stellen wir Ihnen einen 7-tägigen Törn entlang der montegrinischen Küste vor, der in der Charterbasis in Budva beginnt.

In Budva übernehmen Sie Ihre Charteryacht am Samstag ab 17 Uhr. Die Crew der Basis wird sich bemühen, Ihnen Ihre Yacht bereits früher zwischen 13 und 14 Uhr zur Verfügung zu stellen, dies jedoch ohne Gewähr. Wenn sich die Chance ergibt, die Yacht am frühen Nachmittag zu übernehmen, so können Sie bereits an diesem Tag Ihren ersten kurzen Schlag von Budva nach Bigova segeln. Es sind ungefähr 11 Seemeilen und bei gutem Wind dürften Sie circa zwei Stunden dafür benötigen. Bigova ist ein kleines Hafendorf in der Traste-Bucht, das in letzter Zeit als idyllischer Badeort immer populärer geworden ist. Hier können Sie an einer Mooring-Boje ankern oder, wenn Platz ist, auch an dem kleinen Hafenpier. An Land in der Nähe des Anlegestegs finden Sie diverse Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Am zweiten Tag geht es weiter von Bigova nach Tivat in der Bucht von Kotor. Ihr heutiger Törn sind ungefähr achtzehn Seemeilen. Ungefähr fünf Seemeilen nördlich von Bigova passieren Sie die Grotte Plava Spilja, eine blaue Grotte mit klarem Meerwasser. Ankern Sie in der Nähe, schauen Sie sich die Grotte mit dem Beiboot an und gehen Sie schwimmen, wenn Sie mögen. Dann setzen Sie wieder die Segel, passieren die Insel mit dem Fort Mamula an Steuerbord und fahren danach in die Bucht von Kotor ein. Bitte beachten Sie die Ländergrenze zu Kroatien und vermeiden Sie es in die kroatischen Hoheitsgewässer zu segeln. Ihr Ziel ist Tivat und zwischendurch können Sie die Marina Kalimanj für einen kurzen Aufenthalt anlaufen. Der Name Marina ist etwas hoch gestochen. Es handelt sich um einen kleinen natürlichen Hafen mit Stegen, an denen meist einheimische Boote liegen. Er ist recht idyllisch und von ehemaligen venezianischen Palästen,  Kirchen und renovierten Stallungen umgeben ist.  Mit Chance können Sie an der Kaimauer festmachen und durch den Ort bummeln. Aber achten Sie bitte auf die Tiefe in diesem Hafen. Auch im Bereich der östlichen Kaimauer ist es nur 2 bis 2.5 Meter tief und danach fällt die Tiefe schnell auf einen Meter ab. Für die Übernachtung segeln Sie weiter zur mondänen Marina Porto Montenegro. Dieser Hafen wurde in den letzten Jahren speziell im Hinblick auf Superyachten konzipiert und bietet 450 Liegeplätze, davon allein 150 für Superyachten. Es gibt also viel zu sehen und zu bestaunen. Die moderne Marina bietet Ihnen diverse Restaurants, unter anderem ein Fischrestaurant, ein libanesisches Restaurant, eine Pizzeria, Cafés, Bars, einen Nachtklub, Supermarkt und eine Apotheke. Sehenswert ist auch der hier ansässigen Yachtclubs mit Restaurant und Pool. Porto Montenegro bietet um Voranmeldung, wenn Sie hier einen Liegeplatz möchten. Sie erreichen die Marina telefonisch +382 (0)32 660 990 oder über VHF-Kanal 71. www.portomontenegro.com

Ziel des dritten Segeltages ist die Stadt Kotor, die im hinteren Teil der Bucht liegt und ihr den Namen gab. Morgens können Sie, wenn Sie mögen,  noch gemütlich durch Porto Montenegro bummeln. Der Törn nach Kotor sind nur acht Seemeilen. Nach dem Ablegen führt Sie Ihr Kurs durch eine Meerenge. Bitte behalten Sie hier die Fährschiffe der Linie Kamenari- Lepetane im Auge, die hier tagsüber und auch nachts regelmäßig verkehren. Danach passieren Sie in dieser Meerenge die engste Stelle und die  Stadt Perast liegt voraus. Ein starkes Erdbeben zerstörte 1979 viele historische Gebäude dieses Ortes. Mittlerweile sind aber viele Häuser, besonders im Uferbereich,  wieder aufgebaut und restauriert worden. Sie legen aber Kurs auf Kotor an und segeln vorbei an zwei malerischen Inseln: der Gospa od Skrpjela mit der Kirche 'Madonna auf dem Felsen" und Sveti Djordje mit einem verlassenen Kloster. Leider können Sie diese Inseln nur von der Yacht aus bewundern, da es hier für Kielyachten keine geeigneten Ankerplätze gibt. Kotor gilt als schönster Ort Montenegros und gehört zum UNESCO-Welterbe. Die zauberhafte Altstadt bietet viele Restaurants, Bars, Geschäfte und ein ausgeprägtes Nachtleben. In Kotor finden Sie Ihren Liegeplatz am Stadtkai.

Am vierten Tag setzen Sie Kurs auf Herceg Novi. Dorthin sind es etwa 16 Seemeilen, für die Sie bei gutem Wind etwa drei Stunden einplanen sollten. Sie haben also noch genug Zeit, Kotors historische Stadtmauer, die dahinter liegende Altstadt und das Wahrzeichen der Stadt, die Kathedrale des Heiligen Triphon, zu besichtigen. Von Kotor aus segeln Sie auf diesem Schlag nach Herceg Novi an der Hafenstadt Prcanj vorbei. Noch heute zeigt sich der Wohlstand dieses früher bedeutenden Handelshafens in seinen schmucken Kapitänshäusern und historischen Palästen. Die Restaurants in Prcanj sind bekannt für ihre gute adriatische Küche. Wenn Ihnen der Sinn nach einem Mittagessen steht, legen Sie hier an der Außenmole der Marina Prcanj an oder ankern vor dem Hotel Splendido. In Herceg Novi finden Sie Liegeplätze unterhalb der Festung Forte Mare. Diese Stadt ist berühmt für ihre Festungen und die nahegelegenen Badestrände.

Von Herceg Novi geht es am fünften Tag auf eine längere Strecke zur Stadt Bar, nämlich 34 Seemeilen, was bei gutem Segelwetter circa sechs Stunden auf See bedeutet. Sie segeln aus der Bucht von Kotor heraus (bleiben Sie hier wieder in den montenegrischen Hoheitsgewässern), lassen die Insel mit Fort Mamula diesmal an Backbord liegen und nehmen Kurs auf Bar. Diese Stadt gliedert sich in eine Altstadt (Stari Bar) und einen modernen Teil (Novi Bar). Die Altstadt mit dem Palast des König Nikola, der Moschee Omerbasica und den Ruinen der Kathedrale des Heiligen Georg sowie Restaurants und Cafés lohnen hier einen Besuch. Bar ist Montenegros einziger internationaler Fährhafen mit Verbindungen nach Italien. Der Yachthafen von Bar liegt nördlich des kommerziellen Hafens. Achten Sie beim Ein- und Auslaufen bitte auf die kommerzielle Schifffahrt.

Ein Segelausflug von Bar nach Ulcinj und zürück bestimmt Ihren heutigen Segeltag. Da dies insgesamt 30 Seemeilen sind und Sie für eine Strecke bei günstigem Wind ungefähr drei Stunden brauchen, starten Sie möglichst frühmorgens. Ulcinj liegt dicht vor der albanischen Grenze, ist eine der ältesten Städte Montenegros und hat eine sehr schöne Altstadt. Festmachen können Sie am Stadtpier, aber achten Sie auf Ausflugsdampfer, die hier ebenfalls anlegen. Ansonsten können Sie noch in der angrenzenden Bucht auf Sand ankern. Auf dem Hin- oder Rückweg bietet sich auch noch ein Stopp in der von Olivenhainen umsäumten Bucht von Valdanos an, die als eine der schönsten Buchten Montenegros gilt. Hier können Sie vor Nord- und Südwinden geschützt vor Anker gehen und schwimmen. Bitte denken Sie daran, sich vor Sonnenuntergang wieder im Yachthafen von Bar einzufinden.

Heute am Freitag ist Ihr letzter Segeltag und Sie kehren von Bar zurück nach Budva. Ohne Zwischenstopps brauchen Sie bei gutem Segelwetter ungefähr drei Stunden für diese 16 Seemeilen. Hier segeln Sie die Küste entlang, vorbei am langen Sandstrand von Sutomare, dem Seebad Petrovac, der Luxus-Hotel-Insel Sveti Stefan und kurz vor Budva an der größten montenegrinischen Insel Sveti Nikola. Das Personal des Yachtcharter-Stützpunktes in der Dukley Marina in Budva erwartet Ihr Eintreffen zum Check-out bis spätestens 17 Uhr an diesem Tag. Verbringen Sie Ihren letzten Abend in einem der netten Restaurants in der Altstadt von Budva und genießen Sie die originale Landesküche "Konoba Spilja".

Beachten Sie bitte , dass Sie diesen Törnverschlag selbstverständlich den Wetter- und Windverhältnissen zur Zeit Ihrer Charter und Ihren eigenen Segelfähigkeiten und -Vorstellungen anpassen sollten. Wir wünschen Ihnen einen schönen Törn und "immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel".

Literaturhinweise: Hafenguide Kroatien - Montenegro - Slowenien von Emma Graumann, Joakim Hermannsson, Per Hotvedt, Delius Klasing Verlag

Törnführer Kroatien und Montenegro von Dieter Berner, Delius Klasing Verlag

Küstenhandbuch Kroatien und Montenegro von Bodo Müller und Jürgen Straßburger, Delius Klasing Verlag

Segelyacht in Kontor
Karte
Länderinfos
Yachtcharter-Stützpunkte

Ihre Yachtcharterbasen befinden sich in Budva und Kotor.

Qualifikationsnachweis

Für das Führen einer Segelyacht in Montenegro benötigen Sie mindestens einen Sportbootführerschein See (SBF See) oder besser noch den Sportküstenschifferschein (SKS). Zudem sollte ein Crew-Mitglied im Besitz eines gültigen Funksprechzeugnisses sein.

Anreiseinfos

Von Deutschland aus fliegen Sie entweder zum kroatischen Flughafen Dubrovnik (DBV), der regelmäßig von verschiedenen Linien- und Charter-Airlines, wie zum Beispiel Lufthansa, Croatia Air, Eurowings, Air Berlin und Easyjet angeflogen wird. Hier müssen Sie bei Direktflügen mit einer Flugzeit von zwei bis drei Stunden je nach Abflugsort in Deutschland rechnen. Von Dubrovnik zur Charterbasis in Budva sind es ungefähr 70 Kilometer. Ein Taxi kostet circa 120 EUR und benötigt ungefähr eine Stunde und vierzig Minuten zur Basis, zuzüglich der Zeit beim Grenzübergang.

Weiterhin können Sie auch die montenegrinischen Flughäfen Tivat (TIV) oder Podgorica (TGD) anfliegen. Den Flughafen Tivat erreichen Sie im Sommer zweimal wöchentlich mit Easyjet und einer Umsteigeverbindung in London-Gatwick oder Manchester. Von Tivat zur Charterbasis Budva sind es 20 Kilometer. Das Taxi braucht etwa 30 Minuten zu einem Preis von circa 40 EUR.

Nach Podgorica, dem Hauptstadtflughafen von Montenegro, gibt es samstags einen Direktflug ab Düsseldorf mit Montenegro Airlines. Die Flugzeit beträgt zweieinhalb Stunden. Vom Podgorica Airport zur Charterbasis in Budva sind es 70 Kilometer. Ein Taxi benötigt ungefähr anderthalb Stunden und kostet um die 100 EUR. (Alle Angaben: Stand Juni 2016)

Falls Sie mit dem Auto nach Montenegro fahren sollten, so erhebt der Staat eine Gebühr für die Straßenbenutzung. Die Vignette hierzu können Sie an den Grenzübergangsstellen erwerben.Vergessen Sie nicht Ihre grüne Versicherungskarte für die Einreise nach Montenegro.

Einreiseinfos

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Montenegro einen Reisepass, da Montenegro nicht Mitglied der Europäischen Union ist. Der Aufenthalt ohne Visum ist auf 30 Tage begrenzt, und der Ausweis sollte noch mindestens sechs Monate über das Ausreisedatum gültig sein.

Ausländer müssen sich in Montenegro innerhalb von 24 Stunden nach Einreise polizeilich registrieren lassen. Das Reisegepäck und Waren des täglichen Bedarfs können nach Montenegro vorübergehend eingeführt werden, müssen aber auch wieder ausgeführt werden. Bestimmte Gegenstände wie Kameras, Laptops etc. sind zahlenmäßig beschränkt. Die Einfuhr folgender Waren ist beschränkt: Alkohol: (zwei Liter Wein oder ein Liter Spirituosen über 22% Alkoholgehalt), Tabakwaren: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Rauchtabak, Parfüm oder Eau de Toilette: zusammen maximal 50 Gramm.

Aktuelle Informationen zur Einreise und Zollbestimmungen hierzu finden Sie auch auf der Webseite des Auswärtigen Amtes, www.auswaertigesamt.de

Allgemeines

Montenegro hat eine knapp 300 Kilometer lange Küstenlinie. Neben der bezaubernden mediterranen Landschaft an der Küste mit Olivenbäumen, Zypressen, Lorbeerbäumen, Granatapfelbäumen und Pinien gibt es viele Sehenswürdigkeiten wie Städte mit historischen Zentren, Forts, Kirchen, Kathedralen und Klöster.

 In der Geschichte wurde Montenegros Territorium immer wieder von verschiedenen Nationen beansprucht. Zuerst waren es im 6. Jahrhundert n. Chr. die Slawen, dann die Byzantiner, Türken, Österreicher, Jugoslawen und Serben. Seit dem 3. Juni 2006 ist Montenegro nach 88 Jahren wieder eine unabhängige Republik, aber bislang noch nicht Mitglied der Europäischen Union. Das Land ist eine parlamentarische Demokratie mit einem Staatspräsidenten. Die Hauptstadt ist Podgorica und derzeit hat das Land 650.000 Einwohner. Montenegros Bevölkerung setzt sich aus Montenegrinern, Serben, Bosniaken, Kroaten und Albanern zusammen. 72% der Einwohner sind serbisch-orthodoxer, 3,5% römisch-katholischer und 16% muslimischer Konfession sind. Die Landessprache ist montenegrisch, das überwiegend mit lateinischer Schrift geschrieben wird, aber auch kyrillisch ist noch weit verbreitet. 

Montenegro ist mit der Europäischen Union assoziiert und wird von dieser wirtschaftlich stark unterstützt. Insbesondere werden die Mittel zur Förderung der Infrastruktur wie Straßenbau, Verkehrsverbindungen und des Tourismus eingesetzt. Das Zahlungsmittel in ganz Montenegro ist der Euro. Mittlerweile werden auch immer häufiger alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. An den Bankautomaten können Sie sich pro Tag mit der EC-Karte bis zu 200 Euro auszahlen lassen. Abhebungen mit Kreditkarten an den Automaten bedingen oft hohe Gebühren. Da es manchmal zu Engpässen bei Bargeld und Wechseln des Bargelds kommt, empfiehlt es sich möglichst kleinere Scheine mit zu nehmen.

In Montenegro gibt es drei Mobilfunk-Anbieter: T-Mobile, Telenor und M:tel. Prepaidkarten bekommen Sie in den Handy-Shops. Damit können Sie derzeit für ungefähr einen Euro nach Hause telefonieren. Bitten Sie den Verkäufer, Ihnen beim Aktivieren der Karte behilflich zu sein, da die Instruktionen auf Montenegrisch sind. Montenegros Landesvorwahl ist 00381.

Da Montenegro nicht zur Europäischen Union gehört, empfiehlt sich unbedingt vor der Reise der Abschluß einer privaten Auslandskrankenversicherung.

Die Küste Montenegros hat ein Mittelmeerklima mit trockenen, warmen und sonnigen Sommern und milden Wintern. Von Mai bis einschließlich August  liegt die Durchschnittstemperatur immer über 20 Grad Celsius. Juli und August sind die heißesten Monate mit Temperaturen von 30 Grad und mehr. Die durchschnittlichen Meerwassertemperaturen liegen von Mai bis Oktober zwischen 18 und 23 Grad Celsius.

Die Küche Montenegros ist eine typische Mittelmeerküche und sehr vielfältig. Sie ist geprägt durch Balkan- und muslimische Einflüße bei Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten. Lebensmittel können Sie in meist kleinen Supermärkten einkaufen, die häufig von morgens früh bis spätabends geöffnet sind. Heimische Erzeugnisse sind recht preiswert, importierte Waren eher teuer. In Montenegro wird noch ein traditioneller Anbau betrieben und Obst und Gemüse, Milch, Käse, Brot, Schinken, Marmeladen sowie Wein und diverse Spirituosen produziert.

Ein traditonelles Frühstück ist Popara, eine Art Brei aus altbackenem Brot, das in Milch gekocht wird und mit dem Frischkäse Kajmac, Butter und Zucker verfeinert wird.

Als Vorspeisenspezialität werden gern Schinken und Käse aus dem Bergdorf Njegusi gegessen. Bei den Fleischspeisen sind natürlich Cevapcici, kleine gebratene oder gegrillte Hackfleischröllchen, Raznici, gegrillte Fleischspieße und Pljeskavica, eine Hackbraten mit einer Füllung aus Schafskäse, der Rinderschmorbraten Pasticada und die Kohlrouladen Japraci zu nennen. Auch in Milch geschmorte Lamm- oder Zickleinbraten sind beliebte Speisen.

Montenegros Küstenfischer landen je nach Jahreszeit Meerbarben, Zahnbrassen, Goldmakrelen, Bonitos, Sardellen und Tintenfisch an. In den klaren Gebirgsflüssen und Bergseen fängt man Karpfen, Forellen und Ukeleien, kleine Weißfische aus der Karpfenfamilie, die auch gern geräuchert werden. Fisch wird auf dem Grill "na gradele" oder in einem Kräutersud "leso" zubereitet. Brodetto ist ein Fischeintopf, meist mit verschiedenen Fischsorten, der mit Polenta gereicht wird. Buzarra sind in Weißwein- und Kräutersud gedünstete Mies- oder Venusmuscheln. Ein Aubergineneintopf mit muslimischem Charakter ist Imam Bayeldi. Als Beilagen werden Kartoffeln, Reis, Polenta oder hausgemachte Makaruli, d.h. Makkaroni, gereicht. Durch den wachsenden Tourismus und den Einfluß Italiens sind auch überall Pizzerien entstanden. Typische Nachspeisen sind der Käsekuchen Sirinica und in Öl gebackene und mit Honig beträufelte Krapfen, die Priganice heißen.

Montenegro produziert in der Region Crmnica auch zwei namhafte Weine: Vranac, einen rubinfarbenen Rotwein und den Weißwein Krstac. Niksic ist ein ein einheimisches helles Bier mit 5% Alkoholgehalt. Als Spirituosen trinken die Montenegriner gern Raki und einen weiteren Traubenschnaps Loza mit übneben einer atemberaubenden Landschaft auch viele kulinarische Genüsse zu bieten. Wir wünschen Ihnen einen schönen Törn mit viel Spaß!

Segelbedingungen
Klima

Besonders an der Küste Montenegros herrscht ein mediterranes Klima mit warmen bis heißen und trockenen Sommern. Die Wintermonate sind  hier moderat kühl mit 11 bis 4 Grad Celsius. Im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen der Luft zwischen 25 und 30 Grad Celsius. Für einen Segeltörn und Badeurlaub bieten sich die Monate Mai bis September an. Ab Mai können Sie mit Wassertemperaturen von 18 bis 20 Grad und im Juni, Juli, August und September mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius rechnen. Juni, Juli und August sind zudem die regenärmsten Monate.

Windbedingungen

Der Küstenstreifen Montenegros ist recht schmal und wird im Osten von hohen Gebirgszügen begrenzt. Im Herbst tritt meist ein plötzlicher kalter Fallwind auf, die Bora, der auch im restlichen Jahr immer mal wieder wehen kann. Starke Gewitter mit heftigen Böen sind im Sommer möglich.

Wassertiefen und Tide

Montenegros steile Küstengebirge fallen auch unter Wasser steil ab, daher gibt es nur in Flachzonen Ankermöglichkeiten. Bei längerem Starkregen kann in der Bucht von Kotor buchtauswärts ein Strom einsetzen, der in den Meerengen bis zu 2 Knoten erreichen kann.

Klimatische Besonderheiten

In der Bucht von Kotor, die durch die hohen Gebirge rundum vor den meisten Winden sehr geschützt ist, kann es zu Windverwirbelungen und Düseneffekten kommen. Bei dem aus Südwest wehenden Wind Garbin (auch Lebic genannt), der bis zu 8 Bft. erreichen kann, kann es im äußeren Teil der Bucht ungemütlich werden. Bei längerem Starkregen kann buchtauswärts ein Strom setzen, der bis zu 2 Knoten erreichen kann.

Sehenswürdigkeiten
Budva

Die Ursprünge Budvas liegen bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. Die Stadt war immer Ziel von Eroberern wie den Römern, Byzantinern, Serben, Türken, Franzosen und Österreich-Ungarn, die hier ihre kulturellen und historischen Spuren hinterliessen. Lohnenswert ist die Altstadt mit der Zitadelle, von deren Turm Sie einen schönen Ausblick auf den Ort und die Bucht haben. Schön auch die Kirche des Heiligen Johannes (Sveti Jovan) und die Kirche Santa Maria aus dem Jahre 840 n. Chr. Bummeln Sie am Abend durch die kuschelige Altstadt mit ihren vielen Läden, Cafés und Restaurants und geniessen Sie dort das ausgeprägte Nachtleben.

Perast

Auch Perast weist viele historische Bauten auf. Das Perast Museum zeigt Exponate zur maritimen Geschichte der Stadt. Es befindet sich im Palast Bujovic, ein Barockbau, der 1694 nach den Plänen des Architekten Giovanni Battista Fontana aus Venedig erbaut worden war. Dann noch die Kirche des Heiligen Nicolas mit ihrem Glockenturm.

Ein seglerisches Ereignis ist der alljährlich am 22. Juli stattfindende Regatta Cup Fasinade, der an die ruhmreiche maritime Vergangenheit der Stadt erinnern soll.www.perast.com

Kotor

Kotor gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswert ist die Altstadt, die 4,5 Kilometer lange Stadtmauer und die Kathedrale des Heiligen Trifon aus dem Jahre 1166. Im Obergeschoß befindet sich ein Museum. Nach einem anstrengenden Aufstieg zu den Ruinen der Festung San Giovanni (Sveti Ivan) werden Sie mit einem phantastischen Panoramablick auf die dreieckige Altstadt von Kotor und die innere Kotorbucht belohnt. Während der Saison entwickelt sich am Abend in den  Gassen der Altstadt ein lebhaftes Nachtleben.

Herceg Novi

Diese Stadt ist berühmt für ihre Festungen und Festungsanlagen, die besonders von See aus kommend beeindrucken. Gleich oberhalb des Hafens liegt das Forte Mare, das in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts gebaut wurde. Das Fort Spanjola wurde in der kurzen Besatzungszeit der Spanier von 1538 bis 1539 und der Turm Kani Kula (Blutiger Turm) wurde 1539 von den Türken erstellt. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist der Glockenturm über dem Eingang zur Altstadt.

In der Altstadt mit ihren treppenreichen Gassen liegt die Kirche des Heiligen Michael am Herceg-Stjepan-Platz. Auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Boka finden Sie mitten in der Stadt den Botanischen Garten mit Bänken und Brunnen zum Ausruhen bei Ihrem Stadtbummel.

In der Nähe der Hafenmole, die in den Jahren 1865 bis 1877 gebaut wurde, bei der autofreien Uferpromenade können Sie sich ein Bad im Meerwasserpool gönnen. www.hercegnovi.travel

Bar

Die Altstadt von Bar liegt etwa vier Kilometer von der Neustadt Bars und dem Hafen entfernt. Besichtigen Sie die Ruinenstadt mit der Zitadelle, den Palast des König Nikola mit Museum und Park, die Kirche des Heiligen Johannes und die Omerbasic Moschee aus dem Jahre 1662. Die Region Bar ist berühmt für den Olivenanbau und das Olivenöl. Ungefähr fünf Kilometer außerhalb der Stadt gibt es einen über 2000 Jahre alten Olivenbaum zu bestaunen.

Petrovac

Die Stadt ist ein beliebter Badeort und ihre Hauptattraktion ist die Badebucht mit Sandstrand. Falls es Sie nach etwas Kultur und Ruhe dürstet, besuchen Sie die Kirche des Propheten Elias (Svetog Ilije) mit ihren hübschen Fresken und Malereien und kleinem Park.

Ulcinj

Ulcinj ist die südlichste Stadt Montenegros und wiederum bekannt für ihren fast 12 Kilometer langen Strand. An der Uferpromenade liegt die "Sailor's Mosque", die ehemals auch als Leuchtturm fungierte. Die Altstadt ist kleiner und enger als in den anderen montenegrischen Städten, dafür aber auch originaler. Die über zweitausend Jahre alte Festung auf der Landzunge wurde zu einem 4-Sterne-Hotel umgebaut. Von der Terrasse des Hotels haben Sie einen schönen Ausblick auf die Bucht.

Sveti Stefan

Die Insel Sveti Stefan in der Nähe der Stadt Budva ist mit dem Festland durch einen Damm verbundenen. Das ehemalige, malerische Fischerdorf auf der Insel, dessen Häuser zum Teil bis ins 15. Jahrhundert zurück datiert werden können, wurde gänzlich restauriert und zu einer Luxus-Hotel-Anlage umgebaut. www.aman.com/AmanSvetiStefan


Literaturhinweise: www.visit-montenegro.com, www.bestofmontenegro.com

Yachtcharter Montenegro: Ursprüngliche Hafenstädtchen
Yachtcharter Montenegro: Leichtwindrevier mit vielen historischen Orten
Yachtcharter Montenegro: Familientaugliches Segelrevier mit viel Charme
Montenegro

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Porto Montenegro;42.432148;18.694893|Marina Kotor;42.425678;18.767429|AD Marina Bar;42.097221;19.090834|Marina Budva;42.279446;18.837223|Port Herceg Novi;42.450657;18.534391|Marina Tivat;42.428856;18.700693|Ostrvo cvijeća (Flower’s island);42.405128;18.704124