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Sommertörn im Saronischen Golf

imagIN.gr photography/Shutterstock.com

Für die kommende Sommer- und Segelsaison 2016 fehlt sicher dem einen oder anderen noch die zündende Idee für das richtige Urlaubsziel. Gerade in diesem Jahr ist es für einige Segler nicht ganz einfach das richtige Segelrevier für die schönsten Wochen zu finden. Natürlich möchten wir an dieser Stelle gern mit Tipps behilflich sein.

Die meisten Chartercrews fühlen sich während der Segelsaison von den angenehmen Temperaturen, der guten Erreichbarkeit und von den wunderschönen Segelrevieren von den Zielen am Mittelmeer sehr angesprochen. Allen, die es zum Segeln an das östliche Mittelmeer zieht, möchten wir heute Athen und eine Yachtcharter im Saronischen Golf als Ziel für den nächsten Segeltörn ans Herz legen.

Sowohl für sportlich orientierte Segler als auch für diejenigen, die lieber gemütlich durch die Häfen und Buchten der Region bummeln ist Athen ein perfekter Ausgangsort:
Zunächst ist da der Umstand, dass die griechische Hauptstadt hervorragend an die Flughäfen in Deutschland angebunden ist. Flüge, z.B. mit der Lufthansa, der Aegean, Air Berlin, Tuifly und anderen finden mehrfach täglich statt. Je nach Abflughafen bzw. Zwischenstopps beträgt die Flugzeit zweieinhalb bis vier Stunden. Der starke Wettbewerb auf den Strecken nach Athen hält die Flugpreise auch an solchen Tagen in moderatem Rahmen, an denen für die Flugverbindungen in andere Mittelmeerländer bereits astronomische Ticketpreise gefordert werden.  

Nun aber zu Eigenschaften des Reviers, die für uns Segler von besonderem Interesse sind.

Häufig wird ein Törn in Griechenland in der Sommerzeit mit einem sportlichen Ritt durch den Meltemi gleichgesetzt. Der Starkwind aus nördlichen Richtungen weht in den Monaten April bis Oktober durch die Ägäis und verwandelt die wunderschöne Region zwischen der östlichen Spitze der Attikaküste und der türkischen Küste in ein Eldorado für sportlich orientierte Yachties. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, dort bei sommerlichen Temperaturen auf Halbwindkursen mit 5 bis 6 Windstärken, manchmal auch noch ein bisschen mehr, von einer Kykladeninsel zur anderen zu segeln. Sonne, ordentlich Druck im Segel, schäumendes Wasser an der Fussreling… Seglerherz was willst Du mehr?

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Netfalls - Remy Musser/Shutterstock.com

Weniger bekannt ist, dass es südlich von Athen noch ein weiteres Segelrevier gibt, in dem man es deutlich ruhiger angehen kann. Der Saronische Golf und zum Teil auch noch der südlich gelegene Übergang zum Argolischen Golf, mit der Insel Hydra in der Mitte, liegen in der Windabdeckung der Halbinsel Attika. Während durch die Kykladen der Meltemi bläst, ist das Gebiet zwischen Athen und Hydra, zwischen dem Kap Sunion im Osten und Epidauros im Westen in aller Regel ein ruhiges und familientaugliches Segelrevier. Häfen und zauberhafte Ankerplätze sind reichlich vorhanden. Darüber hinaus gibt es unendlich viel zu entdecken und zu bestaunen.

So führt Sie Ihr erster Schlag vielleicht von Athen aus in den kleinen Hafen Perdika an der Südspitze der Insel Ägina (ca. 21 Seemeilen). Ein Zwischenstopp in einer der südlichen Buchten (z.B. in der Kalima Bucht) von Ägina bietet sich für einen Sprung ins Wasser an. Weiter geht es am nächsten Tag nach Poros (ca. 16 Seemeilen). In der Meerenge zwischen Poros und Galatas legt man mit dem Heck zur langen Promenade der kleinen Stadt Poros an. Mitunter werden Yachties vom Wirt der gegenüberliegenden Taverne mit einem Begrüßungsouzo empfangen. Natürlich wünscht sich der Wirt, dass die Crew einen Tisch in seiner Taverne für den Abend reserviert.
Ein kurzer Schlag entfernt liegt Hydra (13 Seemeilen). Auch dieser typische, kleine Hafen ist einen Besuch wert. Der Ort selbst, der terrassenförmig rings um den Hafen am Hang liegt, gilt als einer der schönsten Häfen Griechenlands. Die Gassen sind eng und winklig aber sauber, die Häuser sind gepflegt. Abends kehrt beschauliche Ruhe ein.

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Der beeindruckende Poseidontempel auf dem Kap Sounion

Vielleicht möchten Sie anschließend einmal etwas weiter fahren. Das nordöstlich gelegene Kap Sounion mit seinem beeindruckenden Poseidontempel bieten sich an (ca. 33 Seemeilen) oder in nordwestlicher Richtung der alte Hafen von Epidauros. Besuchen Sie hier auf jeden Fall antike Kultstätte von Epidauros mit ihrem wegen der tollen Akustik berühmten Amphiteater.
Auf dem Rückweg nach Athen planen Sie die kleinen Diaporischen Inseln oder die Insel Lagousaki noch für einen kurzen Ankerstopp und einen Sprung ins Wasser ein.

Der Blick auf die Seekarte lässt eine Menge spontaner Ideen zur Gestaltung eines einwöchigen Törns im Saronischen Golf zu. Vielleicht wollen Sie es ja auch einmal riskieren, die Nase in den rauhen Kykladenwind zu strecken. Die wunderschöne Bucht Ormos Phykiada auf der Insel Kythnos ist nur etwa 22 Seemeilen vom Kap Sounion entfernt.

Sicher ist das Segelrevier südlich von Athen eine der interessantesten und schönsten Regionen im östlichen Mittelmeer und darf auch durchaus als Alternative zu den Segelhotspots um Göcek oder Fethiye in der Türkei gelten.

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