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Ein unvergessliches Erlebnis – Segeln mit Kindern auf einer Charteryacht

Kryvenok Anastasiia/Shutterstock.com

Erwachsene erinnern sich immer wieder gern an erholsame Segelwochen. Aber auch für Kinder kann der Törn auf einer Charteryacht zu einem großen, spaßigen Abenteuer werden. Kinder jeglichen Alters gewöhnen sich meist sehr schnell an das Bordleben auf einer Segelyacht und entdecken spannende Details, wie zum Beispiel  das Anlegen und Ablegen, Segelmanöver, Kochen an Bord, Schlafen in Kojen und eigenen Kabinen sowie Entdeckertouren mit dem Beiboot. Häufig kommen auch noch vielfältige Eindrücke in ausländischen Häfen und Begegnungen mit Menschen anderer Nationen hinzu, die Ihre Kinder inspirieren Kapitäne, Piraten und Entdecker zu werden.

Wir möchten Ihnen hier einige Empfehlungen für das Segeln mit Kindern geben:

Yachtcharter

Für Ihren Segeltörn mit einer gecharterten Segelyacht stehen viele unterschiedliche Yachttypen und -größen (Kielyachten und Katamarane) sowie die verschiedensten Reviere zur Verfügung. Katamarane bieten für Familien enorm viel Lebensraum an Bord. Hierzu geben wir Ihnen gern weitere Informationen und beraten Sie, damit Sie die perfekte Charteryacht für Ihre Familie finden. So sollte ein erholsamer Urlaub für Sie, mit ebenso viel Spaß für Ihre Kinder, gewährleistet sein. Je nach Ausgangshafen und einer eventuell langen Anreise ist es nicht schlecht, die Familie erst einmal zu akklimatisieren und für ein bis zwei Tage ein Hotel in der Nähe des Yachthafens, möglichst mit Strand oder Pool zu buchen.

Törnplanung

Bei der Vorbereitung eines Törns beachten Sie bitte, dass die Schläge nicht zu lang, dafür aber sehr flexibel angelegt sind. Kinder sind mobil und bewegen sich gern. Daher sollte man, je nach Wetterlage, Segelzeiten von maximal drei bis vier Stunden planen. Bauen Sie unbedingt Alternativrouten für schlechtes Wetter ein, wie z.B. einen Hafen, in dessen Nähe sich ein Schloss (mit Gespenst?), ein Freizeitpark, Kino oder andere kindgerechte Attraktionen finden lassen. Zur Not hilft auch ein DVD-Player und die mitgeführten Lieblings-DVDs der Kinder. Wenn das Wetter nicht mitspielt und der Wind zu stark blasen sollte, besteht die Möglichkeit, je nach Revier, eine windgeschützte Badebucht aufzusuchen, mit den Kindern zu schwimmen oder zu schnorcheln und mit dem Beiboot herumzufahren. Bei Nullwind kann man motoren, an Deck ein Sonnenbad genießen, Spiele veranstalten, sowie Fauna und Flora beobachten: „Wer sieht zuerst einen Delfin oder die nächste Insel?“

Unterhaltung

Ein Einzelkind langweilt sich meist schnell an Bord. Geschwister oder mehrere Kinder, die sich kennen, sind besser. Nehmen Sie am besten einen oder mehrere Freunde mit. Schon macht den Kindern das Segeln viel mehr Spaß. Man kann sich natürlich auch mit befreundeten Familien verabreden und eine Art Familienflottille auf mehreren Charteryachten buchen. Vielfach wird in den frühen Kindertagen der Grundstein für die Freude am Segeln gelegt - auch im fortgeschrittenen Alter später mit den Eltern. Vermeiden Sie unbedingt lange Passagen auf dem offenen Meer. Kinder lieben Buchten, in denen sie schwimmen und schnorcheln können, und Hafentage. Also, wenn Sie Ihre Yachtcharter gut planen, können Sie sich lange Jahre den Genuss des Segelns mit Ihrer Familie erhalten. Viele Dinge an Bord können zu Spielzeug umfunktioniert werden. Ihrer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Bringen Sie den Kindern Knoten bei, lassen sie sie die Fender anbringen, Leinen aufschießen, die Winschen kurbeln und Angeln auswerfen. Wecken Sie den Abenteuergeist in ihren Kindern, indem Sie Piraten- und Entdeckersegeln veranstalten. Nehmen Sie ausreichend Malzeug, Brett- und Kartenspiele und die Lieblingsbücher/-DVDs der Kinder mit an Bord. Unterweisen Sie Ihre älteren Kinder in der Handhabung des Beiboots und Außenbordmotors. Besonders wichtig: Wie kommt man zur Charteryacht zurück, wenn der Motor des Dinghys ausfallen sollte. Sorgen Sie unbedingt dafür, dass entsprechende Ruder/Paddel auch im Beiboot liegen. Erklären Sie ihren Kindern, dass im Hafen nicht zu schnell gefahren und möglichst auch nicht zu viel gebrüllt werden darf, damit sich andere Yachten und Segler nicht gestört fühlen. Rücksicht auf die Mitmenschen.

Komfort und Sicherheit an Bord

Wir kennen Familien, die bereits mit Kindern im Babyalter gesegelt sind. Es wird eine Hängematte im Salon aufgehängt, in der das Kind liegt und von den Wellen geschaukelt wird. Bei Babys und Kleinkindern ist hier natürlich die Wahl des geeigneten Reviers besonders wichtig. Die Entscheidung, wann Sie meinen, dass Ihr Kind groß genug für einen Segeltörn ist, liegt natürlich bei Ihnen. Sie kennen ihr Kind am besten. Im Cockpit kann man meist auch einen Autokindersitz befestigen. So können kleinere Kinder angeschnallt in der frischen Luft am Segeln teilnehmen. Sorgen Sie unbedingt für ausreichenden Sonnenschutz. Kinder bewegen sich gern und schnell. Achten Sie immer darauf, dass Ihre Kinder Schwimmwesten tragen und, je nach Seegang, mit an Deck eingehakten Lifebelts gesichert sind. Größere Kinder dürften auch Spaß an der Navigation haben. Zeigen Sie Ihnen die Seekarten und die elektronischen Geräte, lassen Sie ihre Kinder den nächsten Hafen vorschlagen und nehmen Sie die Kursbestimmung dorthin gemeinsam mit Ihren Kindern vor. Kinder lieben es auch, im Bugkorb zu sitzen und Ausguck zu gehen. Hier sollten Sie sie aber keinen Augenblick aus den Augen lassen!

Schwimmwesten

Wenn Erwachsene an Bord Ihre Schwimmwesten immer tragen, empfinden Kinder es als ganz normal und tragen sie auch ohne Widerspruch. Schwimmwesten sind ein unabdingbares Sicherheitselement - also seien Sie Vorbild! Auch an Land – im Hafen, auf den Stegen, also immer in Wassernähe sollten die Kinder ihre Schwimmwesten tragen. Kleine Kinder und alle Nichtschwimmer müssen Schwimmwesten tragen, die im Wasser automatisch das Gesicht nach oben drehen, um die Atmung zu gewährleisten. Kleinkinder sollten Feststoffwesten und keine Automatikwesten tragen. Unter Deck können die Kinder sich bei geeigneten Wetterverhältnissen ohne Westen frei bewegen. Aber sobald sie an Deck kommen, gilt für alle Schwimmwestenpflicht. Gehen Sie mit Ihren Kindern zu Anfang des Törns ins Wasser und probieren Sie die Feststoffwesten mit Ihnen beim Schwimmen spielerisch aus - so gewöhnen sich die Kinder leicht an ihre Westen. Auf allen Charteryachten ist eine entsprechende Anzahl von Schwimmwesten vorhanden. Es ist ratsam, vor dem Törn die geeigneten Größen für Ihre Kinder vorab zu ordern. Bei der Bestellung sind wir Ihnen selbstverständlich gern behilflich.

Seekrankheit

Ein leidiges Thema, jedoch werden Kinder meist nicht so schnell seekrank wie Erwachsene. Falls es doch passiert, sollte das Kind an Deck an der frischen Luft zu bleiben und sich auf den Horizont konzentrieren. Kindern, die hungrig sind, werden eher seekrank. Butterbrote und eine heiße Suppe in einer Thermosflasche im Cockpit, schaffen hier schnell Abhilfe. Getränke mit Kohlensäure haben die Tendenz, die Übelkeit noch zu verstärken. Wichtig ist, dass die Kinder genug trinken. Dies kann man auf einfache Weise kontrollieren, indem man für jedes Kind eine eigene Getränkeflasche hat, die mit dem Namen des Kindes beschriftet ist.

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