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Das perfekte Urlaubsvideo

PHB.cz (Richard Semik)/Shutterstock.com

Selbst mit kleinen Kameras wie z.B. der GoPro kann man brauchbares Material filmen, um einen schönen Film daraus zu schneiden. Wichtig ist nur, dass Sie für Vielfalt sorgen. Denn nur dann kann im Schnitt daraus etwas Unterhaltsames entstehen. Und natürlich gehört auch etwas Handwerkszeug dazu. Was dazu nötig ist, erfahren Sie im Folgenden.

Damit die eigenen Filmaufnahmen nicht aussehen, als sei die Kamera zufällig mitgelaufen, muss man eigentlich nur die häufigsten Anfängerfehler vermeiden. Dadurch verbessert sich die Qualität des gefilmten Materials erheblich, und es ist deutlich besser zu schneiden.

Eine wichtige Regel vorab: keine Aufnahme kürzer als 10 sek. filmen, da man sie im Schnitt sonst kaum verwenden kann. Im Zweifelsfall leise mitzählen während der Aufnahme.

Auf dem Filmportal www.slashcam.de gibt es eine Vielzahl von nützlichen Tipps zum Filmen. Hier sind einige Hinweise basierend auf einem Slashcam-Tutorial , wie man die häufigsten Anfängerfehler vermeidet.

Verwackeln
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1. Verwackeln

Generell gilt: verwackelte Bilder sind unprofessionell und für den Zuschauer schwer zu ertragen. Deswegen sind Stativaufnahmen in den meisten Fällen optimal. Aber natürlich filmt man auf einer Charteryacht in der Regel nicht vom Stativ. Dennoch sollte man sich bemühen, ruhige Bilder hinzubekommen. Das erreicht man, indem man sich während des Filmens aufstützt oder irgendwo anlehnt. Zudem sollte die Kamera so dicht an den Körper wie möglich gehalten werden. Denn: je länger der Arm, desto wackeliger die Aufnahmen.

Bilder bewusst komponieren und aufnehmen
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2. Bilder bewusst komponieren und aufnehmen

Suchen Sie sich das Motiv aus BEVOR sie den Aufnahmeknopf drücken! Wenn Sie mit der Kamera ziellos hin- und herschwenken, kommt nichts Gutes dabei raus. Also erstmal überlegen, was man aufnehmen möchte, dann die Aufnahme machen (mindestens 10 Sekunden Länge) und dann beenden.

3. Keine Endlosaufnahmen

Unter Berücksichtigung von Punkt 1 und 2 nehmen Sie eine Szene mindestens 10 Sekunden auf, beenden die Aufnahme jedoch, sobald das Bild bzw. die Szene ausreichend „erzählt“ ist. Aufnahmen von 2 Minuten Länge oder gar mehr sind in der Regel kein bewusstes Filmen, sondern nur „Laufenlassen“. Viel Spaß dabei im Schnitt.

In Sequenzen filmen
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4. In Sequenzen filmen

Wenn Sie bei der Aufnahme schon an den Schnitt denken, kommt quasi automatisch besseres Material heraus. Beispiel: Sie filmen ein Ablegemanöver. Teilen Sie diesen Vorgang in verschiedene kleine Szenen a. 1.Maschine anlassen, 2. Leinen losmachen, 3. Fender einholen, 4. CloseUp Gesicht Steuermann, 5. Aus der Box rausfahren, 6. Segel hissen.

Wenn Sie so eine Sequenz in einzelnen kurzen Szenen gefilmt haben, lässt es sich wunderbar zusammenschneiden, ohne dass Materialberge entstehen. Und für den Zuschauer kommt ein interessanter Film dabei raus.

Vermeiden Sie Gegenlichtaufnahmen
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5. Vermeiden Sie Gegenlichtaufnahmen

Viele Videokameras haben eine Belichtungsautomatik. Wenn ihr das Bild hell erscheint, wird automatisch die Blende geschlossen, wodurch das Bild abgedunkelt wird. Filmen Sie also eine Person vor einem hellen Hintergrund (z.B. weisse Wand, Sonne, Scheinwerfer), so dürfte vermutlich eine unterbelichtete Aufnahme herauskommen. Also lieber mit dem Licht im Rücken drehen.

6. Kein Gerede während der Aufnahme

Verzichten Sie darauf, während des Filmens zu kommentieren. Damit wird der Atmo-Ton (natürliche Ton der Aufnahmesituation) unbrauchbar, da ihre Worte untrennbar mit dem restlichen Ton verbunden sind.

möglichst nicht oder nur wenig zoomen
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7. möglichst nicht oder nur wenig zoomen

Das ist an der GoPro glücklicherweise gar nicht möglich. Generell gilt aber: zoomen ist eigentlich nur ein Verändern der Brennweite – also der Darstellungsgröße eines Motivs. Wenn das während der Aufnahme passiert, ist es eine Fahrt. Dafür mag es inhaltiche Gründe geben. Aber wenn man dafür keinen triftigen Grund hat, sollte man es auch nicht tun. Basierend auf Regel 1,2 und 3 ist es selten sinnvoll zu zoomen. Zudem will eine gute Zoomfahrt auch gelernt sein.

Bildausschnitte

Variieren Sie die Einstellungsgrößen und Perspektiven ihrer Aufnahmen. Kein Cutter der Welt kann ihnen einen schönen Film schneiden, wenn Sie immer nur vom Cockpit aus Richtung Bug des Schiffes filmen. Selbst wenn Sie 200 Aufnahmen dieser Art haben.

Deswegen: Von der Totalen bis zur extremen Naheinstellung sollten Sie alle Einstellungsgrößen mehrmals mit verschiedenen Motiven filmen. Verändern Sie dabei auch ihren Blickwinkel. Gehen Sie in die Knie. Machen Sie Aufnahmen von oben. Ganz nah dran. Ganz weit weg. Unter Wasser. In der Kajüte. Vom Bug des Schiffes. Von der Landschaft. Pflanzen, Tiere, Korallen, Bootsdetails, Personen. Seien Sie kreativ und zeigen Sie Vielfalt! Immerhin ist es Ihr Film, der am Ende herauskommen soll.

Die BBC 5-Shot-Regel

Wie schon erwähnt, sind sequentielle Aufnahmen die Grundlage für einen guten Film. Dabei wird eine Handlung in einzelnen Bilder zerlegt. Eine kleine Hilfe hierbei ist die 5-Shot-Regel der britischen BBC. Demnach besteht eine Filmsequenz im allgemeinen aus 5 Elementen.

  • Close-Up auf den Händen
  • Close-Up auf dem Gesicht
  • Totale der Szene
  • Aufnahme über die Schulter
  • eine weitere Aufnahme aus einem anderen Winkel (z.B. Seitenansicht, Untersicht, Vogelperspektive).

Sequenz zur Illustration der "5 Shot Rule"

Bsp. Man filmt einen Bootsbauer bei der Arbeit und wendet die 5 Einstellungen auf den Protagonisten an. Diese Prozedur wird natürlich mehrmals und mit mehreren Tätigkeiten wiederholt.

Die BBC hat diese Regel entwickelt, als sie damit begann, filmunerfahrene Redakteure zum Drehen zu schicken. Dieses Handwerkszeug führt schnell zu brauchbaren Ergebnissen. Die Technik wird verwendet, da sich diese 5 Elemente immer problemlos aneinander schneiden lassen. Wenn man in diesen Einzelsequenzen der Reihenfolge nach filmt, wird man in jedem Fall brauchbares Material bekommen. Die ersten drei Aufnahmen Close-Up Hände, Close-Up Gesicht u. Totale der Szene werden sich immer sehr gut aneinander schneiden lassen.

Wir möchten uns bei Filmdüne für die Tipps bedanken. Genauere Informationen über Filmdüne finden Sie unter: www.Filmdüne.de

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