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British Virgin Islands und St. Martin nach den Hurrikans Irma und Maria

Am 06. September 2017 zog der Hurrikan Irma über das Gebiet der British Virgin Islands und St. Martin hinweg. Bereits zwei Wochen später folgte in dem gleichen Gebiet mit dem Hurrikan Maria die nächste Katastrophe.

Die Stürme richteten in den betroffenen Regionen verheerende Schäden an und hinterließen eine Schneise der Verwüstung. Bäume wurden entwurzelt, Gebäude zerstört und Fahrzeuge durch die Luft geschleudert. Die Infrastruktur der Inseln, z.B. die Stromversorgung, Straßen und damit auch die Versorgung der Bevölkerung wurde aufs Stärkste beeinträchtigt. Auf St. Martin wurde auch der Princess Juliana International Airport zerstört. Die Bilder der in den Hurrikane-Holes, wie der Paraquita Bay auf Tortola, unter- und übereinander geschobenen, beschädigten Yachten haben viele Segler entsetzt und betroffen gemacht.

Nachdem Nachrichten wegen unterbrochener Kommunikationskanäle zunächst nur spärlich aus dem Gebiet zu uns drangen, galten die ersten von den Charterbasen veröffentlichten Informationen natürlich dem Wohlergehen der Mitarbeiter und der Situation vor Ort. Schnell wurde klar, dass der Zerstörungsgrad an den Basen und den Charteryachten höchst unterschiedlich ist, wenngleich nahezu sämtliche Einrichtungen Schaden genommen haben und mit Abstand die meisten Yachten beschädigt wurden. Gleichzeitig dokumentierten die Informationen einen beeindruckenden Willen, die Schäden so rasch wie möglich zu beseitigen und die Funktionsfähigkeit der Basen und der übrigen touristischen Infrastruktur schnellstens wieder herzustellen.

Die größeren Flottenbetreiber, die im Gebiet der Karibik mehrere Basen unterhalten, haben unmittelbar reagiert. So wurden nach dem Durchgang der Hurrikans sofort Flottenbestandteile von den verschonten, weiter südlich gelegenen Antilleninseln in Richtung St. Martin und den BVIs in Bewegung gesetzt, um trotz der Schäden möglichst viele bestehende Buchungen bedienen zu können. Für die Wiederherstellung des Flottenbetriebs auf mittlere Sicht wurden bereits viele Yachten neu geordert, die jedoch natürlich zunächst auf den Werften gebaut und in die Karibik gebracht werden müssen. Der reguläre Betrieb an vielen der Charterbasen wird bis Anfang Dezember wieder aufgenommen werden. Eine Ausnahme bildet die Sunsail Basis in St. Martin, die besonders hart getroffen wurde und wohl noch erst im Februar 2018 eröffnet werden kann.

Natürlich ist der Tourismus in der Region der wichtigste Wirtschaftssektor und profitiert daher besonders von den Bemühungen um einen Wiederaufbau. Nach den Bildern der Zerstörung, die wir von den Leewards und British Virgin Islands nach den Hurrikans gesehen haben ist der Fortschritt bei den Aufräum- und Reparaturarbeiten dennoch beeindruckend.

Der für die Region so bedeutende Princess Juliana International Airport in St. Martin wurde am 10.10.2017 wieder eröffnet. Nach und werden die Strände gereinigt, die Infrastruktur repariert, und erste Hotels und Restaurants gehen wieder in Betrieb.

Von der Tourismusdirektorin der British Virgin Islands erfuhren wir in einem Rundschreiben, dass der Yachtchartersektor der erste Wirtschaftsbereich sein wird, der wieder „open for business“ sein wird. So sollen Events wie die Boat Show in der Nanny Cay Marina Anfang November oder die BVI Spring Regatta im März/April 2018 regulär stattfinden. Für Reparaturarbeiten, z.B. an beschädigten Gebäuden werden Sonderprogramme (Genehmigungen, Finanzierungshilfen, Facharbeiteranwerbung) aufgelegt, um das touristische Angebot schnellstmöglich zu reaktivieren.

Nach den uns vorliegenden Informationen aus St. Martin und Tortola sind wir der Ansicht, dass Urlaubsplanungen und Buchungen für die Saison 2018 wieder uneingeschränkt möglich sind und der hohe Erlebniswert von Yachtchartern in den British Virgin Islands und in St. Martin absehbarer Zeit wieder hergestellt sein wird.

Wenn auch Sie einen Beitrag leisten und für die #BVIHurricaneHilfe spenden möchten, dann nutzen Sie bitte gerne das unten aufgeführte Konto der Arbeitsgemeinschaft Karibik e.V.:

Deutsche Bank
BIC: DEUTDEDBKOE
IBAN: DE40 3707 0024 0408 8183 01
Verwendungszweck: Spende - BVI Hurricane Hilfe

Ein kleines Update aus den BVIs - 10.11.2017

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