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Zwischen 4º und 10º südlich des Äquators liegt die Inselgruppe der Seychellen. Kaum ein anderes Segelrevier bietet vergleichbare natürliche Schönheit, Vielfalt und Exotik wie dieses Archipel vor der Küste Ostafrikas.
115 Inseln bilden die 2 Inselgruppen der Seychellen - die Inner und die Outer Islands. Wenngleich Törns zu den Outer Islands prinzipiell möglich sind, stehen die Inner Islands für Segler klar im Fokus, da die Distanz zwischen den Inselgruppen mit 120 bis 650 Seemeilen deutlich über den Entfernungen liegt, die sich im Rahmen eines Urlaubstörns zurücklegen lassen.
Die Inner Islands setzen sich zusammen aus 41 Granitinseln die bis zu 1000 Meter hoch aus dem Meer aufragen sowie zwei tiefliegende Koralleninseln (Bird Island und Denis). Im Zentrum der Gruppe liegen die Hauptinseln Mahé, Praslin und La Digue, um die in angenehmen Segeldistanzen weitere kleine Eilande liegen, wie Sainte Anne, Cerf, Curieuse, St. Pierre, Île Cocos, Cousine und Cousin.
Die natürliche Schönheit der Seychellen ist sicher eines der Hauptargumente für einen Segeltörn im diesem paradisischen Revier. Fast die Hälfte der Fläche des Inselstaates steht unter Naturschutz. Hier leben fantastische, exotische Tier und Pflanzenarten. Sicher werden Sie während Ihres Segeltörns die beeindruckenden Riesenschildkröten sehen, die auf einigen Inseln in Kolonien leben und selbstverständlich geschützt werden. Die Coco-de-Mer ist eine gewaltige Kokosnuss und im Valleé de Mai auf Praslin zu bewundern. Ebenso gehört der Paradiesfliegenschnäpper zu den endemischen Arten, die Sie in der Inselwelt der Seychellen mit ein bisschen Glück beobachten können. Exotisch muten auch die vielen Seychellen-Flughunde an, die sich abends auf Nahrungssuche begeben. Sie ernähren sich übrigens ausschließlich von Früchten und Insekten.
Durch die Nähe zum Äquator (zwischen 4° und 5° südlicher Breite) ist das Klima der Seychellen ganzjährig tropisch. Die Tagestemperaturen sind mit 27°-31°C sehr angenehm. Nachts kühlt es auf 24°-25°C ab, bei einer relativen Feuchte von 80% - 85%. Jahreszeitliche Unterschiede zeigen sich nur duch den monsunbedingten Wechsel der Windrichtung. Während unserer Wintermonate, von Dezember bis Februar weht auf den Seychellen der Nordwestmonsun und bringt etwas höhere Luftfreuchtigkeit mit sich. In den Sommermonaten unserer Hemisphäre, in den Monaten Juni bis Augst weht der Südostmonsun. In der Transitionsphase, zwischen den gegensätzlichen Monsunwindrichtungen von März bis Mai und von September bis November weht oft nur ein leichter Wind aus wechslenden Richtungen. Die ruhige Meeresoberfläche macht die Gegend in diesen Monaten besonder interessant für Schnorchler und Taucher, weil die Sicht unter Wasser ausgezeichnet ist. Gelegentlich findet sich für die Zeit des Nordwestmonsuns die Bezeichnung "Regenzeit". Die Bezeichnung ist insofern etwas irreführend, als dass in der Zeit zwischen Dezember und Februar zwar statistisch betrachtet die größte Regenmenge niedergeht - dabei handelt es sich jedoch um kurze, manchmal auch heftige Regenschauer, die oft eine angenehme Abkühlung mit sich bringen. Die Wassertemperatur auf den Seychellen liegt ganzjährig zwischen 26° und 30° Celsius.
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Sicher werden Sie auf Ihrem Segeltörn durch die Seychellen die Inseln Mahé, Praslin und La Digue ansteuern, die wir in den folgenden Zeilen kurz vorstellen möchten.
Die Hauptinsel der Seychellen bietet die ausgeprägteste Infrastruktur in dem Gebiet. Mit Ihrem Langstreckenflug aus Europa erreichen Sie den Airport auf Mahé und lassen sich anschließend mit dem Taxi zur Marina bringen, um Ihre Urlaubsyacht zu übernehmen. Die Eden Island Marina liegt in der Nähe von Port Victoria und erfüllt alle Erwartungen an einen modernen Yachthafen. Darüber hinaus gehenden Bedarf, beispielsweise den Proviant für Ihren Seychellentörn, decken Sie am besten in der Inselhauptstadt Port Victoria. Hier gibt es neben einem bunten Markt für frischen Fisch, Obst und Gemüse auch diverse größere Supermärkte.
Nach der Verproviantierung und der Einweisung in die technischen Details Ihrer Segelyacht kann es dann endlich losgehen. Beginnen Sie Ihren Seychellentörn vielleicht mit einem Abstecher in den sehr nahegelegenen Marine National Park um die Insel Sainte Anne. Der Nationalpark wurde 1973 gegründet und ist damit der älteste Marine Nationalpark im indischen Ozean überhaupt. Mit Schnorchel und Flossen entdecken Sie 150 verschiedene Fischarten und eine zauberhafte Unterwasserwelt.
Rechnen Sie bitte für Ihre Umrundung der 44 Seemeilen langen Küstenlinie von Mahé einige Tage ein. Zu schön sind die herrlichen Buchten und Ankerplätze, um sie einfach an Backbord liegen zu lassen. Ein beliebter Liegeplatz für die Nacht mit herrlichem Blick auf das 12 Seemeilen entfernte Silhouette Island ist die Beau Vallon Bay im Nordwesten Mahés. Einige Hotels und Restaurants am Strand sorgen für etwas mehr Leben als man es sonst an den Stränden der Seychellen findet und damit natürlich auch für eine größere Auswahl möglicher Ziele für den abendlichen Restaurantbesuch.
In der Baie Ternay, etwas weiter im Westen können Sie an einer der von der Nationalparkverwaltung ausgelegten Mooringstonnen festmachen und die phantastische Unterwasserwelt mit dem Schnorchel erforschen. Gelegentlich kommen Glasbodenboote aus dem nahegelegenen Beau Vallon um ihren Gästen ebenfalls einen Blick auf die Korallen zu gestatten. Die Unterwasserwelt der Seychellen ist 1997 von dem Wetterphänomen "El Nino" hart getroffen worden. Annähernd 95% des Korallenbestandes wurden infolge der hohen Wassertemperaturen beschädigt. Das Korallensterben auf den Seychellen geschah von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, da sich die Berichterstattung über die Korallenbleiche überwiegend auf die Malediven und das Great Barrier Reef in Australien konzentrierte. Mittlerweile haben sich die Riffe um die Seychellen jedoch erstaunlich gut erholt und bieten eine phantastische Kulisse für Ihre Unterwasser-Spaziergänge mit dem Schnorchel.
Exzellenten Schutz vor Wind aus allen Richtungen bietet Ihnen Port Launay. Genießen Sie die Bucht als eine aussergewöhnlich schöne "Badewanne" mit Blick auf den erhabenen Morne Seychellois im Osten und schneeweissen Stränden, die die Bucht säumen.
Ein bisschen weiter im Süden erwartet Sie die weitläufige Anse à la Mouche. Tief im Inneren der Bucht ankern Sie auf 3-4 Metern Wassertiefe, nah am Strand, fast schon wie in einer Lagune. Die Anse à la Mouche bietet sehr guten Schutz bei südöstlichem Monsunwind. Freuen Sie sich über die zauberhafte, hellblaue Wasserfärbung und gute Restaurants am Strand. Ein paar Seemeilen weiter im Süden bietet die Baie Lazare einen guten Ankerplatz sowohl bei südöstlichem als auch bei nordwestlichem Wind. Die Bucht ist, wie der Süden Mahés insgesamt, von Touristen weit weniger stark besucht als die nördlichen Bereiche der Insel. An den Wochenende finden sich hier jedoch die Einheimischen ein, die schönes Picknick auf dem blendenweissen Strand ebenso schätzen wir wir.
Neben den kurz vorgestellten Buchten gibt es an der West- und Südwestküste Mahés noch eine große Vielfalt weiterer zauberhafter Buchten und Ankerplätze wie die Anse Takamaka, Anse Intendance, la Baie Police, die jedoch aufgrund ihrer Lage geringeren Schutz gegen südöstlichen Wind und Schwell bieten. Besuchen Sie die traumhaften Strände dann, wenn die Wetterbedingungen es ermöglichen.
Die Ostseite von Mahé unterscheidet sich dagegen deutlich vom der Westseite. Die östliche Küstenlinie ist nur wenig gegliedert und sehr flach. Daher gibt es nur wenige Ankerbuchten und ein durchgehendes Riffband entlang der Ostküste macht den Landgang per Dinghi annähernd unmöglich. Ostwind bringt Schwell und Brecher mit sich. Es bietet sich daher an, diesen Teil der Insel von Land aus zu erkunden. Ein Ausflug mit dem Leihwagen ist auf jeden Fall empfehlenswert. Genießen Sie den herrlichen Blick aufs Meer von Mission aus, besichtigen Sie Tee- und Kokosplantagen oder die Modellschiffswerften in der in liebevoller Handarbeit aufwändige Schiffsmodelle hergestellt werden und nehmen Sie vor allem die überwältigende Natur in vollen Zügen auf.
Auf Mahé liegt gleichzeitig die größte Zahl verfügbarer Charteryachten auf den Seychellen.
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Nur etwa 23 Seemeilen östlich von Mahé liegt Praslin, die zweitgrößte der Inner Islands. Sicher werden Sie dort auf Ihrem Segeltörn durch die Seychellen das berühmte Vallée de Mai besuchen wollen, in dem noch die legendäre Coco de Mer vorkommt. Das Naturschutzgebiet liegt mitten in Praslin.
Für einen ausgedehnten Landgang auf Praslin bietet es sich an, die Segelyacht in der Baie Ste. Anne, dem Hauptort der Insel zu verankern. Von hier aus haben Sie die Möglichkeit mit dem Bus in das Valleé de Mai zu gelangen oder in den kleinen Supermärkten von Sainte Anne Ihre Vorräte aufzustocken, falls das erforderlich sein sollte.
Sicher wird es Sie jedoch bald wieder aus der weitläufigen Bucht von Ste. Anne hinausziehen um die übrigen Ankerplätze rund um Praslin zu erkunden und zu erleben. Gelegentlich ist zu lesen, dass die Strände der Anse Lazio und der Anse Kerland zu den schönsten der Welt gehören. Planen Sie auf jeden Fall eine Übernachtung an einem der schönen Strände mit ein. Ein weiteres Highlight ist ein Zwischenstopp oder eine Übernachtung an der kleinen, Praslin vorgelagerten Insel St. Pierre. Das zauberhafte "Robinson-Inselchen" besteht aus einem bizarr ausgewaschenen Granitblock in dessen Mitte sich eine Ansammlung großer Palmen sanft im Wind wiegt. Die perfekte Seychellen-Szenerie, die bereits tausendfach fotografiert und in Reiseprospekten abgedruckt wurde! Rund um St. Pierre finden Sie traumhafte Schnorchel- und Tauchgründe. Es ist übrigens ratsam, Ihren Zwischenstopp und insbesondere den Schnorchelausflug an dem Inselchen St. Pierre in die Morgenstunden zu legen, da im Laufe des Nachmittags doch einige Touristen von Praslin aus den Weg hierher finden um ebenfalls die zauberhafte Szene zu genießen.
Eine weitere Nachbarinsel zu Praslin liegt eine knappe Seemeile nordwestlich von St. Pierre. Die Insel Curieuse ist ebenfalls auf jeden Fall den Besuch wert. Ankern Sie in der Baie de la Raie im Südosten von Curieuse oder machen Sie in der Durchfahrt zwischen Praslin und Curieuse an einer der Mooringtonnen fest, die von der Naturparkbehörde dort ausgelegt wurden. Wenn Sie schwimmend oder mit dem Dinghi auf der Anse St. José gelandet sind, sollten Sie die Mühe eines kleinen Spaziergangs auf sich nehmen. Auf einem bezeichneten "Lehrpfad" durch Mangroven gelangen Sie zu einer Population von ca. 150 Riesenschildkröten. Die friedlichen Tiere waren auf den Inner Islands fast ausgestorben bis ihre Bestände durch Umsiedlungen von Riesenschildkröten vom Aldabra-Atoll aufgefrischt wurden. Die geschütze Gruppe auf Curieuse mag mittlerweile eine der größten Bestände auf den Inner Islands sein, auch wenn man auf Praslin, La Digue oder Mahé und anderen Inseln ebenfalls Riesenschildkröten sieht. Zurück am Anse St. José werden Ihnen vielleicht die kleinen Häuser ins Auge fallen, die dort in Strandnähe stehen. Es handelt sich um eine ehemalige Leprastation mit dem dazugehörigen Doctor's house. Die Anlage ist seit langem verlassen und beherbergt heute die Ranger des Naturparks auf Curieuse. Curieuse ist übrigens neben Praslin die einzige Insel, auf der die berühmte Coco de Mer, die Meereskokosnuss wild wächst.
Auch auf Praslin besteht eine Basis mit traumhaften Charteryachten, die wir Ihnen gern anbieten.
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Eines der begehrtestend Fotomotive auf den Seychellen ist zweifellos der Anse Source d'Argent mit seinen beeindruckenden Granitformationen auf La Digue. Einen Strandspaziergang am südwestlichen Ende der kleinen Insel sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die spektakulären Felsblöcke die den Strand säumen, waren in der Vergangenheit oft Kulisse für viele Filme und Werbeaufnahmen.
Nach Ihrer Ankunft im Hafen La Passe fallen Ihnen möglicherweise die vielen Fahrräder auf, die am Hafeneingang verliehen werden. La Digue lässt sich ideal mit dem Rad entdecken. Hier gibt es kaum motorisierten Verkehr; Fahrräder und Ochsenkarren prägen das Bild. Entspechen ruhig und gelassen ist die gesamte Stimmung auf der Insel. Neben dem unvergleichlich schönen Stränden bietet La Digue noch weitere Sehenswürdigkeiten. So sehen Sie in der Union Estate Vanilleplantagen oder eine Kopramühle, die bis heute aktiv ist.
Nach Ihrem Aufenthalt auf der Insel La Digue sollten Sie auf keinen Fall versäumen, die kleine Inselgruppe Cocos Islands zu besuchen. Sie liegt lediglich 2,5 Seemeilen nordöstlich von La Digue. Selbst für die Seychellen erwartet Sie hier nocheinmal ein Superlativ zauberhafter Naturschönheit. Die Cocos Islands sind das Paradies für Schnorchler. Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie die beeindruckende Unterwasserwelt der Cocos Islands möglichst ungestört erleben möchten, sollten Sie morgens vor dem Eintreffen der Ausflugsschiffe von den umliegenden Inseln vor Ort sein. Die Ruhe und der Zauber, den dieser Ankerplatz morgens ausstrahlt ist unvergleichlich.
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