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Zwischen 40º 05' 17'' und 38º 40' 27'' Nord und 1º 17' 23'' und 4º 23' 46'' Ost liegen die Inseln der Balearen.
Die Küste bietet unzählige Sehenswürdigkeiten von unbeschreiblicher Schönheit, wie die schroffen Felsenklippen im Norden von Mallorca und dem Kranz von Felseninseln um Cabrera herum, die sich Ihnen beim Segeln in mallorquinischen Gewässern präsentieren.
Jenseits der vom Massentourismus heimgesuchten Plätze zeigen sich Mallorca und die Balearen bei einem Segeltörn mit einer Charteryacht nach wie vor von ihrer unvergleichlichen mediterranen Schönheit: Schroffe Steilküsten mit versteckten Buchten, die oft nur über See zu erreichen sind, ausgedehnte Sandstrände entlang der nahezu tausend Kilometer langen Küstenlinie, hohe Gebirge, verträumte Dörfer, Olivenhaine und Zitrus Plantagen im Landesinneren.
Schwierigkeiten bietet das Revier beim Segeln um Mallorca in navigatorischer Hinsicht nicht, da die Segeletappen zwischen den Inseln gering sind. So beträgt die maximale Entfernung von Mallorca nach Ibiza nur ca. 45 sm. Vom spanischen Festland bis zur Nordküste Mallorcas sind es ca. 100 sm zu segeln, und die Entfernung von Ibiza zum nächstgelegenen spanischen Kap in westlicher Richtung beträgt ca. 50 sm.
Mallorca, die größte der Baleareninseln, hat eine Fläche von 3.640 km2. Sie misst von West nach Ost 100 km und von Nord nach Süd 75 km. Ausgedehnte, fruchtbare Ebenen und mit Bergseen durchsetzte hohe Gebirge, durch die sich staubige Passstraßen schlängeln, bilden ebenso reizvolle Gegensätze wie urwüchsig-malerische Dörfer mit steilen, sonnen durchfluteten Gassen. Die Großstadt Palma empfängt den Segler mit mediterranem Flair; mit Markthallen, Stierkampfarena, Palmen begrenzten Promenaden und etlichen sehenswerten Bauwerken, die von der wechselvollen Vergangenheit der Insel zeugen.
Besonders empfehlenswerte Hafenstädte für einen Urlaub unter Segeln in Mallorca sind an dem Westzipfel der Insel Pto. de Andraitx mit seinem tief ins Land einschneidenden Naturhafen und die Stadt Andraitx, die ca. 5 km im Landesinneren liegt, sowie auf der Nordwestseite der Insel Pto. de Sóller, das durch seine malerischen Straßenzüge und den nahe vorgelegenen reizvollen Felsformationen von Foradada bekannt ist.
Ibiza (572 km2) ist mit Sicherheit die touristisch am intensivsten erschlossene Insel der Balearen. In zahlreichen Ferienanlagen entlang der Küste tummelt sich der "Jet Set", was jedoch für einige "Nachtschwärmereien" auch nicht von Nachteil ist.
In einiger Entfernung zu den belebten Stränden bieten Ankerplätze dem Segler einen Blick auf die herrliche Küstenlinie und klares Wasser. Besonders zu erwähnen sind dabei vor allem die Tauchgründe an der felsigen Nordwestküste, die durch tiefe, einschneidende Buchten und raue Felsformationen gekennzeichnet ist.
Im Gegensatz dazu sind der Süden und Osten der Insel sowie die südlichen Inseln der "Pityusen" durch bis zum Meer herabreichenden dichten (und namensgebenden) Pinienbewuchs und die weichen Küstenlinien mit Sandstränden gekennzeichnet.
Fast nahtlos reihen sich im Süden Ibizas Formentera und Espalmador aneinander. Die von feinem Sandstrand gesäumte Bucht von Espalmador wird leider von den zahlreichen Tagesgästen frequentiert. Durch die Dünen erreicht man schnell die Ostseite mit ihren ausgewaschenen Felsen.
Auf Formentera gibt es für Segler viele schöne Ankerplätze, die jedoch alle recht ungeschützt sind und somit nur bei entsprechender Wind- und Wetterlage zur Übernachtung taugen. Daher ist der Hafen Sabina für gecharterte Yachten nicht zuletzt aufgrund der Versorgungsmöglichkeiten wohl der wichtigste Platz der Insel.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl kleiner vorgelagerter Inseln auf den Pityusen, die es zu einem interessanten Segelrevier machen, auch weil man mit einem Segelboot immer die Möglichkeiten hat, dem "Touristenrummel" aus dem Weg zu gehen.
Ganz anders präsentiert sich Menorca (670 km2). Dort geht es ein wenig geruhsamer und bescheidener zu als auf den anderen Baleareninseln: Ständig wechselnde Küstenlandschaften, die roten Felsabhänge im Nordosten, die Dünenlandschaften, die flache felsige Südküste und immer wieder kaum bevölkerte wahrhaft romantische Buchten erschließen sich dem Segler.
Zwar gibt es auch hier einige touristische Zentren mit allem Komfort, jedoch hat die Insel ganz im Gegensatz zu Ibiza noch längst nicht ihre "bäuerliche" Struktur verloren. Getreidefelder und vereinzelte, weiß gekalkte Gehöfte im Landesinneren und vor allem an der kaum besiedelten Nordküste eine Vielzahl einsamer Buchten machen Menorca für Yachties zur heimlichen Perle der Balearen.
Cabrera 39° 09,0'N | 02° 56,0'E
Die Insel liegt etwa 10 sm vor der Südküste Mallorcas und hat einen schönen Naturhafen an ihrer Nordseite. Dieser wird am besten aus West bis Nord angelaufen. Von hier aus ist die Ansteuerung problemlos und frei von Untiefen oder Gefahren. Die Ansteuerung erfolgt zwischen Cabo Llebeig mit einem auffälligen, schwarz-weißem Leuchtturm an Steuerbord und Punta de sä Creveta, ebenfalls mit einem Leuchtturm, an Backbord. Die Küste ist hier bis dicht unter Land steil abfallend und tief.
Die Naturschutzinsel Cabrera darf nur von Seglern mit einer speziellen Genehmigung angelaufen werden. Diese können wir für Sie (kostenlos) vorab beantragen. Ansonsten erhalten Sie das Permit in Palma de Mallorca im Büro des Nationalparks Archipelago von Cabrera (Plaza Espana 8, Fax 971-725585). Die Papiere der Segelyacht, Personalausweis und der Führerschein müssen dabei vorgelegt werden. Im Sommer wird eine Genehmigung normalerweise nur für eine Übernachtung (Juli und August) oder zwei Übernachtungen (Juni und September) gegeben, sonst darf man mit einem Segelboot bis zu 7 Tage bleiben. Die Genehmigung kann bis zu 20 Tage vor dem geplanten Segeltörn in Mallorca und dem Besuch auf Cabrera beantragt werden, spätestens jedoch eine Woche vorher. Man darf hier nur an den dafür ausgelegten Mooringtonnen festmachen. Ankern ist für Segler überall im Naturschutzgebiet (rund um die ganze Inselgruppe) verboten, um den Meeresboden zu schützen. Die Tonnen sind unterschiedlicher Farbe. Weiß: Für Yachten bis 12m. Gelb: Für Yachten bis 15 m. Orange: Für Yachten bis 20 m. Rot: Für Yachten bis 30 m.