Segeltörn-Vorschlag Windwards

Segeln in den Windwards: Martinique, St. Lucia, St. Vincent, Grenada

Hier finden Sie Revierinfos, Klima- und Wetterinformationen, Charterpreise und Insidertipps für Ihren Segelurlaub in den Windwards.


Windward Islands: Törnvorschlag

Revier: Windward Islands
Basis: Le Marin, Martinique

Die Übernahme Ihrer Yacht mit der Einführung in die Funktionsweise und Übergabe der Schiffspapiere und Crewlisten findet am 1. Chartertag in englischer Sprache statt.

Allgemeine Bemerkungen zum Törnvorschlag.

Dieser Törnvorschlag ist als allgemeine Richtlinie für Segler zu verstehen, die weder reine "Meilenfresser" noch überwiegend Badeurlauber sind. In den folgenden Ausführungen sind seglerische Fähigkeiten und Ambitionen, Frühaufsteher und Nachtbummler sowie besondere kurzfristige Wetter-verhältnisse unberücksichtigt geblieben. Die Route zeigt nur einen Ausschnitt aus der unendlich reichen Vielfalt an Möglichkeiten, die Inselwelt der Windward Islands zu besegeln.

Die Insel Martinique ist sehenswert. Nehmen Sie sich daher Zeit für eine Inselrundfahrt. In Le Marin kann man dazu ein Auto für eine Inseltour mieten. Sehr zu empfehlen ist der Gorge de la Falaise, die Straße durch den Regenwald und die Rum-Destille Clement. Wenn Sie nur wenig Zeit haben, können Sie an der Basis bei Rückgabe der Yacht einen Mietwagen one way zum Flughafen mieten und zwischen Rückgabe und Rückflug (meist abends), eine Inseltour machen. Fragen Sie diesbezüglich den Basisleiter.

Erste Insel auf dem Weg nach Süden ist St. Lucia. In St. Lucia müssen Sie ein- und ausklarieren. Das macht man am besten in Rodney Bay. Das Customs-Office (schließt um 16 Uhr) ist in der Marina innerhalb der Lagune. Wenn Sie später ankommen dürfen Sie zwar offiziell nicht an Land, inoffiziell jedoch schon.

Die Marigot Bay etwas weiter südlich gilt zu Recht immer noch als eine der schönsten Buchten der ganzen Karibik. Die von hohen Bergen umgebene Bucht bietet vollkommenen Schutz; durch eine Landzunge, die Bucht fast abschließt, gibt es praktisch keinen Seegang. Genießen Sie die Ruhe und Stimmung der Marigot Bay am frühen Morgen. Das morgendliche Bad erfrischt am meisten am "Dr. Doolittle`s Strand". Falls Sie noch nicht mit einer Tauchmaske und Schnorchel umzugehen wissen, machen Sie hier Ihre ersten Versuche.

Im Süden der Insel St. Lucia können Sie jetzt oder auf dem Rückweg einen Stopp im "Hummingbird" bei Soufrière einplanen. Hier kommen Ihnen die Boat-boys entgegen, um Ihre Achterleine an einer Palme zu befestigen. Im "Hummingbird" wird sehr schöne Batik angeboten. Eine andere Möglichkeit ist bei den Pitons an eine Mooring zu gehen. Die dortigen Mooring Gebühren ca. EC 50,- werden vom Parkranger gegen eine offizielle Quittung entrichtet.

Die Insel St. Vincent wird im allgemeinen auf dem Weg nach Süden ohne Stop passiert und die Insel Bequia (gesprochen wird B-e-k-w-i) direkt angelaufen. Sie ankern in der Admirality Bay besser nicht zu dicht unter Land, weil erstens die Hühner nachts um drei anfangen zu krähen und zweitens die Disco-Musik zu laut zum Schlafen werden könnte, es sei denn, Sie sind dabei.

Sehenswertes: die berühmten Bars "Frangipani", "Whale Bone" und "Sunny Caribbee". Unbedingt besuchen müssen Sie "Mac`s Pizza", etwas versetzt vom Strand mit einer Veranda und Blick auf die Bucht. Einmalig ist hier Lobster Pizza und das Banana-Brot. Außerdem: Promenaden-Bummel mit interessanten Buch-und Souvenir-Geschäften oder ein langer Spaziergang quer über die Insel zur Friendship Bay.

Sie verlassen Bequia Richtung Süden und segeln hoch am Wind nach Westen. Nächster Stop ist die Insel Mustique (Achtung: ein unmarkiertes Riff eine halbe Seemeile vor der Küste). Berühmt wegen ihrer noch berühmteren Anwohner (Princess Margret, Mick Jagger u.v.m.). Sehr schön sitzt man in "Basil`s Bar" zur "Happy Hour" oder zum Abendessen. Wer mehr von der Insel sehen möchte, sollte eine Jeeptour über die Insel zu den verschiedenen Stränden machen, z.B. Macaroni Beach. Raumschots-Kurs zu den Tobago Cays, hier ist die so genannte "Eyeball Navigation" beim Einlaufen ins Riff anzuwenden. Gemeint ist das vorzeitige Erkennen der Wassertiefe durch die Wasserfärbung. Hier die Grundregeln: Bedingung ist Sonnenschein. Dunkelblaues Wasser bedeutet über 20 m, türkisfarbenes Wasser 6 bis 12 m, hellblaues Wasser 2 bis 8 m, braune Färbung 0,5 m Achtung Korallenriff! meistens mit Wellenbildung in sonst ruhiger See.

Die Tobago Cays bestehen aus vier Inseln, die innerhalb eines nach Westen offenen hufeisenförmigen Riffs liegen. Man segelt also von Norden kommend auf die offene Seite zu, um dann bereits innerhalb des Riffs auf die Passage zu steuern, die als solche noch nicht zu erkennen ist. Die in der Seekarte erwähnte rote Tonne ist nicht immer vorhanden, mit einem Fernglas sind zwei Richtungsbaken zu erkennen. Ankern Sie entweder hinter den Inseln oder besser im freien Wasser innerhalb des Riffs.

In der Passage zwischen Petit Rameau und Petit Bateau zu ankern ist wunderschön, kann aber gelegentlich von starker Strömung beeinflusst werden. Jetzt kommt Ihnen Ihre Schnorchelerfahrung zugute. Auch Windsurfer kommen hier auf Ihre Kosten. Nutzen Sie die Gelegenheit, eine frische Languste zu kaufen, um Sie abends entweder "natur", auf dem Grill (vorher natürlich kochen) oder je nach Geschmack auch als Cocktail zu genießen. (Hier einen Vorschlag zum Langusten-Cocktail: Ca. 20 Minuten in Zwiebelwasser kochen, Körper vom Schwanz trennen. Den Kopf mit Körper abspülen, wird noch zur Dekoration verwendet. Den Panzer des Schwanzes mit einer starken Schere längsseits halbieren. Langustenfleisch vom Gehäuse trennen und zerkleinern. Mit Mayonnaise, Ketchup, Knoblauch, Pfeffer, Salz und, falls vorhanden, einem Schuss Sherry zubereiten. Das so zubereitete Langustenfleisch in die Schwanzhälften füllen und je nach Belieben mit dem Kopf dekorieren). Guten Appetit! Sie haben hoffentlich eine Flasche trockenen Weißwein in der Kühlbox.

In der Annahme, dass es Ihnen hier gut gefällt, verweilen Sie in den Tobago Cays, solange es Ihre Zeitplanung erlaubt -schöner wird es kaum noch. Verlassen können Sie die Tobago Cays auf dem gleichen Weg, den Sie gekommen sind. Passieren Sie Mayreau (auf dem Rückweg ankern Sie hier) und halten auf Palm Island zu. Zweite Möglichkeit: Sie navigieren zick-zack durch die Korallen-Riffe und halten dann direkt auf Palm Island zu. Palm Island hat einen sehr gepflegten Strand, eine gute Bar und Boutique, aber häufig leider einen sehr rolligen Ankerplatz für die Nacht.

Verholen Sie besser nach Union Island und ankern vor dem Anchorage Yacht Club. Das Restaurant bietet gute französische Küche, und an Wochenenden spielt dort eine Steelband. Am Besten vorher über UKW-Funk vergewissern und Tisch bestellen. Das Haifisch-Becken am Steg und der kleine Flughafen hinter dem Yachtclub sind sehenswert, im Ort besteht in verschiedenen Supermärkten und dem Gemüsemarkt die Gelegenheit, Proviant aufzufrischen.

Nächstes Ziel ist die Insel PSV (steht für Petit St. Vincent). Sie passieren zwischen zwei kleinen Sand- und Korallen-Inselchen, genannt "Mopion" und "Pinese" ("Bettlaus" und "Bettwanze"). PSV ist eine private Hotelinsel, die sehr gepflegte Anlagen hat. "Happy Hour" lässt sich mit einem herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang über den Inseln verbinden. Mit dem Beiboot sollten Sie noch einmal einen Schnorchelausflug zu dem Inselchen mit dem Palmendach (Mopion) unternehmen. Gefahrloses Tauchen.

Der südlichste Punkt des Törns ist Sandy Island, welches 0,5 sm westlich im Schutz von Carriacou liegt. Das Korallen-Riff ist hier sehr schön zum Tauchen und Schnorcheln! Besonders klares Wasser! Dies ist der ideale Platz für Inselträumer, beim Schein des Lagerfeuer aus Palmenblättern schmeckt der "Planter´s Punch" besonders gut.

 

Hier das Rezept:
1 Liter Orangensaft, 1 Liter Grapefruitsaft, 1 Liter Ananassaft, 0,5 Liter Grenadinesirup, Saft von ca. 10 frischen Limonen, ungefähr 30 Spritzer Angostoura und 1 Flasche brauner Rum oder je nach Lust ruhig etwas mehr. Über mindestens 3-4 Eiswürfel servieren und etwas frische Muskatnuss darüber reiben.

 

Nächstes Ziel ist die Salt Whistle Bay auf Mayreau. Schöner Strand, deutsche Bewirtung. Es kann dort ziemlich eng beim Ankern werden.

Auf dem Rückweg und zum Ausklarieren wird St. Vincent angelaufen. Empfehlenswert dort die „blue Lagoon“ im Süden der Insel bzw. die nahe gelegenen Ankerplätze zwischen Young Island und St. Vincent. Beim Verlassen von St. Vincent motoren Sie dicht unter Land nach Norden, um eine gute Ausgangsposition für den Schlag nach St. Lucia zu haben. Genießen Sie einen Abend in der Marigot Bay im Restaurant oder an der Bar vom "Hurricane Hole" oder "Dr. Doolittle´s".

Der letzte Schlag von St. Lucia nach Martinique ist häufig raumschots. Nehmen Sie einen letzten Hauch Karibik an einer der vielen Bars am Strand. von St. Anne. Einklarieren in Le Marin nicht vergessen!

Die vorgeschlagenen Anlaufmöglichkeiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zusätzliche Hafentage, Auslassen bzw. Einfügen bestimmter Inseln liegen selbstverständlich in der Entscheidung des Skippers. Seglerische Erfahrung hat gezeigt, dass für den Rückweg oft nicht ausreichend Zeit eingeplant wird. Planen Sie mit genügend Lose!

Zur Vorbereitung Ihrer Yachtcharter empfehlen wir Ihnen die folgende deutschsprachige Literatur:

Gebiet: Grenada - Martinique (Windward Islands)
Wilensky/Jens, Segeln in der Karibik, Edition Maritim

Dieser Törnvorschlag wurde nach bestem Wissen und Erfahrung zusammengestellt, es kann aber keinerlei Haftung für Irrtümer, Fehler oder Weglassungen übernommen werden.

An Bord Ihrer Yacht befinden sich alle erforderlichen Seekarten. Zur Vorbereitung Ihrer Yachtcharter können Sie eigene Seekarten, Hafenhandbücher oder Revierführer bei HanseNautic unter www.hansenautic.de E-mail: info@hansenautic.de in Hamburg bestellen.

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Änderungen & Irrtümer vorbehalten.

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